Systemgeschäft Innovative Lösungen für das Systemgeschäft

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Einen Palettenwechsler für den Systembaukasten der doppelspindligen G-Module und ein flexibles Fertigungssystem mit Linearportal sind nur einige Neuheiten, die Grob auf der EMO für das Systemgeschäft präsentiert.

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Der Doppelspindler G520 mit integriertem Palettenwechsler.
Der Doppelspindler G520 mit integriertem Palettenwechsler.
(Bild: Grob Werke)

Mit dem integrierten Palettenwechsler für die Doppelspindler G320 und G520 sind die Bearbeitungszentren von Grob in der Lage, flexibler auf Kapazitätsanpassungen zu reagieren, heißt es. Ermöglicht wird das durch ein großzügig dimensioniertes Werkzeugmagazin mit 80 Werkzeugen für jede Spindel. Die standardisierten Paletten in der Abmessung 500 mm × 500 mm gewähren ein einfaches Umstellen der Maschine auf neue Bearbeitungsaufgaben. Da der kompakte, für eine optimale Späneabfuhr konzipierte, Arbeitsraum des G-Moduls auch bei Erweiterung um einen Palettenwechsler erhalten bleibt, eigne sich die Palettenwechsel-Einrichtung auch für Anwendungen mit Minimalmengenschmierung oder Trockenbearbeitung.

Die Automobil-Zulieferindustrie im Fokus

Die G520 mit Palettenwechsler ist besonders für den Markt der Automobilzulieferer interessant. Im Fokus der Entwicklung standen zusätzliche Werkstücke wie Ölpumpen, Radträger, Ventil- und Lenkgehäuse sowie Bremssattel und Achsschenkel. Auch für den kleinen Doppelspindler G320 ist die Zusatzoption Palettenwechsler verfügbar. Wenn zusätzlich zum Palettenwechsler die Motorspindel mit Planzugeinrichtung in die Maschine verbaut wird, eigne sich die G320 mit Palettenwechsler besonders für die Produktion hoher Stückzahlen, wie zum Beispiel von Turboladergehäusen, die in zwei Spannlagen komplett bearbeitet werden können.

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Die Profis in der Rahmenstrukturbearbeitung

Die Maschinenvarianten G500F, G520F und G600F sind speziell für die Bearbeitung von Rahmenstrukturbauteilen konzipiert. Ihre besondere Charakteristik ist ein großer Arbeitsraum, hohe Flexibilität, bester Späneabtransport und hohe Maschinendynamik. Das „F“ in der Typenbezeichnung steht für das englische Wort „frame“, da diese Maschinenvarianten in erster Linie für die Bearbeitung von Rahmenstrukturbauteilen ausgelegt sind. Die F-Serie wurde nach kundenspezifischen Anforderungen von unseren Grob-Konstrukteuren umgesetzt mit dem Ziel, platzsparende Maschinenvarianten zu entwickeln. Diese eignen sich sowohl für die Trocken (MMS)- als auch für die Nassbearbeitung und können unabhängig „alleinstehend“ oder „im Verbund mit anderen Maschinen“ in einer automatisierten Fertigungslinie stehen. Ihre hervorragende Dynamik ist dem für Leichtmetallbearbeitung hin optimierten Achsantrieb zu verdanken. Darüber hinaus hat der Kunde die Möglichkeit zwischen zwei Arten der Werkstückbearbeitung zu entscheiden, von oben durch ein Grob-Linearportal oder von vorne durch einen Grob-Palettenwechsler, einem Roboter oder einem Mitarbeiter. Das gilt sowohl für alleinstehende Maschinen als auch für Maschinen, die im Verbund mit weiteren Maschinen zum Einsatz kommen.

Neues flexibles Fertigungssystem mit Linearportal

Geringe Bauhöhe, zwei vertikal ineinander konstruierte Z-Achsen im Teleskop-Portal, hydraulik- und pneumatikfrei sowie achsgesteuerte Werkstückgreifer – das sind die Neuerungen des neuen flexiblen Fertigungssystems mit Linearportal. Die Merkmale der 6. Generation der G-Module G300 und G320 sind die höhere Dynamik der X- und Z-Achse, optimale Steifigkeit, idealer Spänefall durch Überkopfbearbeitung, höchste Flexibilität und eine gute Zugänglichkeit, da sowohl Front- wie auch Topbeladung möglich sind. Durch den Einsatz von energieeffizienten Motoren, verschiedenen Maßnahmen zur Energierückgewinnung beim Abbremsen, den kompakten Arbeitsraum zur Reduzierung der Absaugleistung sowie intelligente Abschaltstrategien, konnten signifikante Einsparungen im Energiehaushalt erzielt werden.

Die Weiterentwicklungen bei der 6. Generation liegen besonders im Detail. Das Werkzeugmagazin wurde modifiziert, sodass Werkzeuge mit einer Länge von bis zu 550 mm Platz finden können. Aufgrund des neuen, integrierten Wechselarms konnte die Span-zu-Span-Zeit noch einmal reduziert werden. Obwohl die Maschine durch ihre sehr kompakte Bauweise schmäler geworden ist, passen mehr Werkzeuge in das Magazin als in der Vorgängermaschine (früher 40 jetzt bis zu 117). Das liegende Magazin schont den Werkzeughalter und sorgt für schnellere Werkzeugwechselzeiten. Das Maschinenkonzept ist optimal für Emulsion-, Öl-, MMS und Trockenbearbeitung ausgelegt. Ihre Achsanordnung garantiert höchste Steifigkeit und Stabilität, aber auch einen freien Spänefall und eine Überkopfbearbeitung. Die Grob-Doppelspindler-Maschinen eignen sich hervorragend für mittlere und hohe Produktionszahlen und stellen die wirtschaftlichste Möglichkeit der Serienzerspanung dar.

Grob auf der EMO Hannover 2017: Halle 12, Stand B04

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