Magna/Autonomes Fahren Integrierte Rechnerplattform für autonome Fahrsensorik

Redakteur: Beate Christmann

Automobilzulieferer Magna hat eine nach eigener Aussage vollständig integrier-, anpass- und skalierbare Rechnerplattform für das autonome Fahren entwickelt. Max-4, wie die Plattform genannt wird, verbindet Kameras, Radar, Lidar und Ultraschallsensoren und lässt sich im Fahrzeug verbauen, ohne Platz aus dem Kofferraum oder dem Innenraum zu beeinträchtigen.

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Dem autonomen Fahren einen Schritt näher: Automobilzulieferer Magna präsentiert mit Max-4 eine Rechnerplattform, die Kameras, Radar, Lidar und Ultraschallsensoren miteinander verbindet und sich in jede bereits vorhandene oder auch zukünfte Plattform aller Autobauer integrieren lassen soll.
Dem autonomen Fahren einen Schritt näher: Automobilzulieferer Magna präsentiert mit Max-4 eine Rechnerplattform, die Kameras, Radar, Lidar und Ultraschallsensoren miteinander verbindet und sich in jede bereits vorhandene oder auch zukünfte Plattform aller Autobauer integrieren lassen soll.
(Bild: Magna)

Automobilzulieferer Magna ist auf gutem Weg zu beweisen, dass die Realisierung des autonomen Fahren eher an der Gesetzgebung oder einer fehlenden Infrastruktur scheitern wird, als an der Technik. Mit Max-4 hat das Unternehmen unlängst eine Rechnerplattform entwickelt, die nach eigener Aussage vollständig integrier-, anpass- und skalierbar ist und autonomes Fahren bis zu Stufe 4 (nach SAE-International-Kategorisierung) im Stadtverkehr und auf der Autobahn ermöglichen soll.

Keine Auswirkungen auf Design und Gestaltung der Fahrzeughersteller

Die Technik verbindet Kameras, Radar, Lidar und Ultraschallsensoren und soll sich sowohl in bereits vorhandene als auch zukünftige Plattformen aller Autobauer integrieren lassen. Laut Ansicht ihrer Entwickler hat die Integration von Max-4 keine Auswirkung auf das Design und die Gestaltungsfreiheit der Fahrzeughersteller. Sie soll weder den Stauraum im Heck, noch den Platz im Innenraum eines Autos beeinträchtigen.

Eines der Ziele von Magna war es, die Interaktion des Fahrers mit autonomen Fahrsystemen zu vereinfachen, etwa durch eine intuitive und vertraute Benutzeroberfläche ähnlich eines Tempomaten, die per Knopfdruck gesteuert wird. Ein beleuchtetes Display zeigt an, dass sich das Fahrzeug im autonomen Betrieb befindet, den der Fahrer durch Betätigung der Bremse oder eines Notschalters deaktivieren kann.

Fahrt ohne Eingreifen des Fahrers außer Ziel- und Navigationseingaben

Automatisierung gemäß Stufe 4 umfasst laut SAE International Fahrzeuge, die alle sicherheitskritischen Funktionen für die Dauer einer Fahrt innerhalb einer bestimmten Operational Design Domain (ODD) ohne Eingreifen des Fahrers ausführen können, mit Ausnahme von Ziel- oder Navigationseingaben. Die meisten heutigen Fahrzeuge mit Automatisierungsfunktionen sind von SAE als Stufe 1 oder Stufe 2 klassifiziert und erfordern aktive Überwachung durch den Fahrer.

Magna entwickelt und fertigt seit den 2000er-Jahren autonome Technologien für die Automobilindustrie. Jüngst unternahm das Unternehmen eine Testfahrt über rund 480 km, bei der eine internationale Grenze überquert wurde und bei der das Fahrzeug 92 % der Strecke autonom zurückgelegt hat.

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