Fluidtechnik

Integrierte Sicherheitsfunktionen nach EN ISO 13849 senken die Kosten in der Hydraulik

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Mit der Revision der EN ISO 13849-1 [3] wurde für Systeme mit unterschiedlichen Technologien der probabilistische Ansatz (Wahrscheinlichkeitsansatz) eingeführt, der bereits in der IEC 61508 Anwendung findet (Bild 1). Zusätzlich zu den typischen Sicherheitsstrukturen (Kategorien), die bereits aus der DIN EN 954 bekannt sind, berücksichtigt die Methodik auch quantifizierbare Gesichtspunkte, zum Beispiel die Zuverlässigkeit der Bauteile (MTTFd), die Qualität der Fehlererkennung (DC) sowie die Anfälligkeit bei Mehrfachfehlern (CCF). Damit erhöht sich die Varianz bei der Realisierung sicherheitsrelevanter Steuerungen. Mit dieser Norm wurden die Rahmenbedingungen geschaffen, um verbesserte technische Konzepte für sichere fluidtechnische Antriebe zu entwickeln [4].

Fluidtechnik braucht integrierte Sicherheitskonzept

Aufgrund des internationalen Wettbewerbsdrucks suchen die Maschinenhersteller verstärkt nach sicherheitstechnischen Komplettlösungen, die ihren Entwicklungsaufwand reduzieren. In der elektrischen Antriebstechnik gibt es bereits technische Möglichkeiten, um Sicherheitsfunktionen direkt in den Antrieb zu integrieren.

Unter dem Stichwort „integrierte Sicherheit“ werden auf dem Markt entsprechende Lösungen angeboten. Aus Sicht der Fluidtechnik ist es daher notwendig, dazu kompatible Sicherheitskonzepte zu entwickeln, die den gestiegenen Anforderungen hinsichtlich der Anwendungsfreundlichkeit entsprechen.

Bekannte Diagnosefunktionen werden auf Anwendbarkeit überprüft

Ziel des Forschungsprojekts „Sicherheit geregelter Antriebe der Fluidtechnik“ ist die Entwicklung neuer Sicherheitskonzepte für moderne geregelte fluidtechnische Antriebe. Dabei sollen Diagnosemethoden auf ihre Einsetzbarkeit überprüft werden, die bisher unter dem Begriff „Condition-Monitoring“ für Verschleißvorhersagen und bedarfsorientierte Instandsetzung zur Anwendung kamen. Mit der Integration von Sicherheitsfunktionen in geregelte fluidtechnische Antriebe sollen zusätzliche Kosten aufgrund sicherheitstechnischer Anforderungen weitestgehend minimiert werden. Das Forschungsprojekt wird von Wissenschaftlern des Instituts für Fluidtechnick der TU Dresden durchgeführt.

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