Fluidtechnik

Integrierte Sicherheitsfunktionen nach EN ISO 13849 senken die Kosten in der Hydraulik

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Bei geregelten elektrohydraulischen Vorschubantrieben werden gefahrbringende Bewegungen im Allgemeinen durch ein Stetig-Wegeventil gesteuert. Damit das Stetig-Wegeventil sicherheitstechnische Aufgaben übernehmen kann, muss es in der Lage sein, auch im Fehlerfall, einen sicheren Zustand einzunehmen. Der sichere Zustand „Stillstand des Antriebs“ kann durch eine sichere Ventilstellung erreicht werden. Eine hinreichende positive Überdeckung sperrt den Volumenstrom und führt zum Anhalten oder Verhindern der gefahrbringenden Bewegung.

Im Fehlerfall wird der sichere Zustand nicht erreicht

Eine detaillierte Fehlerbetrachtung hat jedoch gezeigt, dass der Fehler „Nichtschließen“ oder „nicht vollständiges Schließen“ des Ventilschiebers in diesem Zusammenhang als besonders kritisch zu bewerten ist. Für hydraulische Systeme kann nicht ausgeschlossen werden, dass Verschmutzungspartikel in der Druckflüssigkeit zum Klemmen des Ventilschiebers führen. Im Fehlerfall wird der sichere Zustand nicht erreicht.

Anhand der Ergebnisse werden am Institut für Fluidtechnik Konzepte und Strukturen zur Realisierung von unterschiedlichen Sicherheitsfunktionen in geregelten fluidtechnischen Antrieben untersucht und bewertet. Am Ende des Projekts steht die Implementierung und Verifizierung geeigneter Sicherheitskonzepte für geregelte elektrohydraulische Abtriebe innerhalb der ausgewählten Beispielanwendung. Demonstriert werden soll die Leistungsfähigkeit im Vergleich zum aktuellen Stand der Technik. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts sollen als Grundlage für weitere Normungsaktivitäten genutzt werden.

Industriearbeitskreis sichert Bezug zur industriellen Praxis

Das Forschungsvorhaben „Sicherheit geregelter Antriebe der Fluidtechnik“ ist vom Forschungsfonds Fluidtechnik im VDMA initiiert und eigenfinanziert. Das Institut für Fluidtechnik der TU Dresden wurde mit der Durchführung der Forschungsarbeiten beauftragt. Das Vorhaben wird von einem Industriearbeitskreis begleitet, dem auch als assoziiertes Mitglied das Berufsgenossenschaftliche Institut für Arbeitsschutz, St. Augustin, beratend angehört.

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