Pneumatischer Antrieb Intelligente Pneumatik ohne Erschütterungen

Autor / Redakteur: Manfred Kober / Stefanie Michel

Bisher war der Einsatz pneumatischer Antriebe beschränkt, weil sie eine eingeschränkte Dynamik und hohe Lärmbelastung aufwiesen sowie starke Erschütterungen erzeugten. Ein neues Komplettsystem aus Steuerelektronik und Komplettventilen ermöglicht nun einen stoßfreien und hochdynamischen Bewegungsablauf.

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Bild 1: Das Fox-System aus Komplettventilen und Steuerungselektronik kommt ohne den üblichen harten Zylinderstopper aus.
Bild 1: Das Fox-System aus Komplettventilen und Steuerungselektronik kommt ohne den üblichen harten Zylinderstopper aus.
(Bild: Schiefer)

Unternehmen sind anspruchsvoll: Sie möchten die individuell optimale Antriebslösung für ihre Maschinen. Ob diese nun hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch ist, ist ihnen zwar nicht egal, aber in erster Linie zählt natürlich das Ergebnis. Das Ziel ist ein hochfunktionelles, energieeffizientes, flexibles und günstiges System. Unternehmen sind zu Recht anspruchsvoll, denn Kompromissbereitschaft macht nicht unbedingt erfolgreich.

Für einen deutlichen Vorsprung der Pneumatik sorgen jetzt die Entwicklungen aus dem Hause Innomotix: Das Unternehmen hat sich dem Thema intelligente Pneumatikantriebe verschrieben. Mit dem „Vorsprung“ ist ein Wegfall in Sachen Dämpfer gemeint, denn das neue Fox-System kommt ohne den üblichen harten Zylinderstopper aus. Stattdessen wird mit Gegenluft weich abgebremst und so das Manko bisheriger pneumatischer Antriebe – der starke Endanschlag – ausgeglichen. Durch den ruck- und stoßfreien Bewegungsablauf bis in die Endlagen kommt Pneumatik deshalb jetzt beispielsweise auch für das Handling empfindlicher Güter infrage.

Der Zylinderkolben wird durch Gegenluft weich abgebremst

Pneumatik ist robust und kostengünstig, aber die Einsatzgebiete waren bisher limitiert. Dies liegt vor allem an der eingeschränkten Dynamik, einer hohen Lärmbelastung und starken Erschütterungen an den Endlagen. Das System von Innomotix bleibt der elektropneumatischen Steuerung treu, wartet jedoch mit einer entscheidenden Veränderung auf: Der Zylinderkolben wird durch Gegenluft weich abgebremst und damit ermöglicht die Steuerung einen stoßfreien und hochdynamischen Bewegungsablauf. Bremsvorrichtungen wie Öldruckstoßdämpfer oder im Zylinder integrierte Endlagendämpfungen sind nicht erforderlich.

Somit wird der Einsatz in Branchen wie der Lebensmittelindustrie deutlich attraktiver. Auch im medizinischen Bereich, wo der Einsatz durch Abriebe von Dämpfern und Ölverlust eingeschränkt wird, entspricht das Innomotix-System den Praxisanforderungen. Ein weiterer Vorteil: Selbst große Massen können stoßfrei und hochdynamisch bewegt werden.

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