Drucklufttechnik

Interaktiver Lernstand sensibilisiert Mitarbeiter für Drucklufteffizienz

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Weiterhin wurde der Druckluftstand durch die Messtechnik und den modularen Aufbau um die Möglichkeit der mobilen Verbrauchsmessung in der Produktion erweitert. Deren Ziel ist mehr Transparenz von Verlustvolumenströmen in Werkzeugmaschinen, Fertigungsanlagen oder Fertigungsbereichen.

Große Druckluftverbraucher werden identifiziert und der Anteil der Leckagen am Gesamtverbrauch wird quantifiziert. Neben der reinen Transparenz und der Darstellung der Verbrauchsströme lassen sich durch die Datenerfassung Einspareffekte und Kostenersparnisse späterer Energieeffizienzmaßnahmen verifizieren und evaluieren.

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Lernstand für Drucklufteffizienz auf normalem Werkzeugschrank aufgebaut

Das Grundgerüst des Druckluftstandes bildet ein rollbarer Werkzeugschrank mit einer Arbeitsplatte. Auf dieser befindet sich das Arbeitsumfeld für die Versuchsdurchführung. In Kopfhöhe ist der Monitor befestigt, der zur Visualisierung der Messwerte dient. Die Komponenten für die einzelnen Module sowie die Steuerungstechnik und der Rechner sind in den Fächern des Werkzeugschrankes platziert.

Das Arbeitsumfeld umfasst die Messtechnik und bietet durch die Verteilerdosen die Möglichkeit, verschiedene Schläuche anzuschließen und diese dann zu öffnen oder zu sperren. Die Druckluftversorgung erfolgt am Eingang A. Ein ganz bestimmter Druckluftverbrauch kann am Ausgang B mithilfe eines Hahnes eingestellt werden. Der Ausgang A kann darüber hinaus auch für die mobile Verbrauchsmessung direkt vor Ort genutzt werden.

Die Visualisierung der Messwerte und Ergebnisse erfolgt über einen Monitor, der direkt am Stand befestigt ist. Die Auswertesoftware basiert auf Excel und ist daher intuitiv und übersichtlich gestaltet. Momentane Volumenströme und Drücke werden ebenso dargestellt wie die jährlichen CO2-Verbräuche und Kosten. Nach der Durchführung eines Lernmoduls werden die Ergebnisse anschließend zusammenfassend und übersichtlich in Form von Diagrammen dargestellt. Die Auswertung der Lernmodule erfolgt leicht modifiziert den einzelnen Modulen angepasst. Aufgrund der Excel-basierten Software ist die Visualisierung einfach zu erweitern.

Drucklufteffizienz-Schulung in vier Modulen

Es werden bisher vier Lernmodule realisiert. Das Modul 1 „Leckagen in Druckluftsystemen“ untersucht die Bedeutung von verschiedenen Leckagen in einem Leitungssystem. Dabei sind die Schläuche mit Löchern oder fehlenden Dichtringen präpariert worden, um so verschiedene Leckagen zu simulieren. Die entstehenden Verluste werden in Form von CO2 und Kosten visualisiert. Das Ziel ist die Sensibilisierung des Mitarbeiters. Diesem wird bewusst gemacht, dass bereits kleine Leckagen, wie kleine Löcher oder vergessene Dichtringe, zu hohen Kosten führen. Das Erkennen und Beseitigen von Leckagen kann somit sehr lohnenswert sein. Dabei ist jedoch kein Druckluftsystem völlig frei von Leckagen. Als Faustregel gilt, dass der Anteil an Leckagen 5 bis 10% vom eigentlichen Druckluftverbrauch nicht übersteigen sollte.

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