Drucklufttechnik Interaktiver Lernstand sensibilisiert Mitarbeiter für Drucklufteffizienz

Autor / Redakteur: Holger Brüggemann und Holger Müller / Stéphane Itasse

Aufgrund von steigenden Energie- und Rohstoffpreisen gewinnt das Thema Energieeffizienz auch für produzierende Unternehmen, die nicht im energieintensiven Sektor einzuordnen sind, zunehmend an Bedeutung. Ein nicht zu vernachlässigender Energieverbraucher in der Produktion ist dabei häufig die Druckluft.

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Bild 1: Der interaktive Lernstand für Drucklufteffizienz basiert auf einem rollbaren Werkzeugschrank, der mit Monitor, Arbeitsumfeld, Modulfächern, Steuerungstechnik, Rechner sowie Tastatur und Maus ergänzt wurde. (Bild: Ostfalia)
Bild 1: Der interaktive Lernstand für Drucklufteffizienz basiert auf einem rollbaren Werkzeugschrank, der mit Monitor, Arbeitsumfeld, Modulfächern, Steuerungstechnik, Rechner sowie Tastatur und Maus ergänzt wurde. (Bild: Ostfalia)

Geringe Wirkungsgrade in der Umwandlungskette von elektrischer Energie zur Druckluft führen bereits bei geringen Leckagen zu teils hohen Verlusten (Tabelle – siehe Bildergalerie). Der Umgang mit dem Medium Druckluft und damit verbunden die Sensibilisierung der Mitarbeiter ist ein wesentlicher Aspekt für die Erhöhung der Drucklufteffizienz im Unternehmen. Der Mitarbeiter in der Produktion ist zum einen teilweise selbst für den Verbrauch der Druckluft verantwortlich und kann zum anderen Verluste und Leckagen im Leitungsnetz am ehesten erkennen.

Wissen über Druckluftverbrauch sensibilisiert Mitarbeiter

Die Transparenz von Volumenstromverbräuchen und -verlusten ist ein weiterer wichtiger Punkt für die Erhöhung der Effizienz. Das Wissen über die Verbräuche bietet die Möglichkeit, Schwachstellen wie Leckagen zu lokalisieren und diese zu beseitigen. Ein geeignetes Mittel für die Identifikation lokaler Leckagen und Verbräuche sind mobile Messeinheiten, die sich ohne viel Aufwand in das Druckluftnetz integrieren lassen.

Bildergalerie

Das Hauptziel des interaktiven Lernstandes für Drucklufteffizienz, den die Hochschule Ostfalia entwickelt hat, ist die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Drucklufteffizienz. Dem Mitarbeiter wird vermittelt, dass er mit seinem Verhalten ökologisch und ökonomisch Einfluss nehmen kann. Das Verständnis für die Bedeutung von Verlusten lässt ihn gezielter Leckagen erkennen und diese auch seinen Vorgesetzten melden. Zudem schaltet er bewusster Druckluftverbraucher vom Netz, wenn diese nicht benötigt werden.

Leckagen im Druckluftnetz kosten viel Geld

Die Bedeutung von Druckluftverlusten in Form von Leckagen oder fehlenden Sicherungsringen wird durch die Darstellung des jährlichen Kohlendioxidverbrauchs und der jährlichen Kosten vermittelt. Ebenfalls wird der Einfluss der Schlauchlänge und des Schlauchdurchmessers am Beispiel der in der Produktion häufig verwendeten Spiralschläuche verdeutlicht. Abschließend findet auch die Leckageortung durch Spray und Ultraschall Anwendung.

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