Große Pläne

Zwei Trends in Sachen Graphit für Batterien lassen Preise steigen

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Der Kathodentyp bestimmt das Graphit-Verhältnis

Jon Jacobs, Chief Commercial Officer des US-amerikanischen Mineralressourcenentwicklers Westwater Resources, sagte kürzlich: „Diese chinesischen Unternehmen können Graphit nicht weiterhin zu ihren derzeitigen Preisen verkaufen, sonst gehen sie pleite!“ Wenn die chinesischen Unternehmen also vom Markt verschwänden – und das werden sie, laut Meinung von Jacobs, kehre der Preisunterschied zwischen den Materialien zurück. Jacobs geht auch davon aus, dass die Bedeutung von natürlichem Graphit aufgrund der Evolution der Batterietechnik wachsen wird. So werden Batterien meist aus einer Mischung beider Graphit-Varianten hergestellt. Durch die Mischung ließen sich einige Vorteile beider Welten nutzen. So bestimmt etwa der Kathodentyp in der Batterie das Verhältnis von Naturgraphit zu Synthese-Graphit. Eine Nickel-Kobalt-Mangan-Kathode (NCM), die in Premium-Elektrofahrzeugen mit größerer Reichweite eingesetzt wird, bestehe in der Regel aus einer Mischung aus einer „fifty fifty“-Mixtur.

Natürliches Graphit kommt an Synthese-Graphit heran

Und Lithium-Eisenphosphat-Kathoden (für LFP-Batterien), die im Vergleich zu NCM-Kathoden eine geringere Energiedichte, aber eine längere Lebensdauer haben, beinhalten Jacobs zufolge typischerweise eine Mischung aus 70 Prozent synthetischem und 30 Prozent natürlichem Graphit. Allerdings haben jüngste Fortschritte in der Naturgraphitproduktion ein gleichmäßigeres und poröseres Graphit hervorgebracht, wodurch Naturgraphit ähnlich wie synthetisches Material funktionieren könne. Deshalb tendieren immer mehr Batteriehersteller dazu, einen höheren Anteil an natürlichem Material zu verwenden. Er glaubt auch nicht, dass LFP-Batterien jemals vollständig auf künstliches Graphit verzichten können. Aber Jacobs gehe davon aus, dass sich das Mischungsverhältnis in die gleiche Richtung wie bei der NCM-Kathode entwickeln wird.

Synergieeffekte zwischen Westwater und International Graphite ...

Westwater plant nun, im Jahr 2029 die Produktion in einer Mine in Coosa County im Alabama aufzunehmen. Bereits vorher soll eine Aufbereitungsanlage in Betrieb gehen. Die Angst, dass Zölle heute da sind, morgen weg und heute wieder da – als ob es immer irgendeine Angst gäbe – verweise auf die Vorteile westlicher Lieferketten in einem Markt, der von China dominiert wird. An solchen westlichen Lieferketten arbeitet übrigens auch International Graphite in Westaustralien und per Joint Venture mit Alkeemia in Europa. Der Deal mit Wogen gilt aber als wegweisend. International-Graphite-CEO Andrew Worland: „Wogen verfügt über umfassende Erfahrung in der globalen Graphit-Lieferkette und ist auf allen wichtigen Märkten stark vertreten!“ Der Standort in Collie wird demnach direkt von Wogens Kompetenzen bei Beschaffung, Handel, Logistik und Marketing profitieren. Das gilt als ein wichtiger Schritt im Rahmen der Strategie von International Graphite, Partnerschaften mit Marktführern einzugehen. Die wachsende Bedeutung natürlichen Graphits für Batterien und die generell zunehmende Nachfrage nach dieser Art des Kohlenstoffs machen deshalb Mut.

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