Hannover Messe: Ein Blick hinter die Kulissen Jedes Schild ein Unikat

Autor / Redakteur: Melanie Krauß / Susanne Hertenberger

Eines der größten Messegelände der Welt und doch weiß jeder, wo es langgeht: Mit rund 65.000 Plakaten, Schildern und Bannern statten die Schildermaler die Hallen aus, damit die Besucher sich auf dem Messegelände zurechtfinden.

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(Bild: Deutsche Messe)

Seit 24 Jahren ist Franco Milazzo für die Gestaltung, Produktion und Montagen der Schilder zuständig. Vom Layout über die Grafik und Gestaltung bis hin zum Output produziert sein Team aus 22 Mitarbeitern Banner und Plakate, die in der Summe größer sind als ein Fußballfeld.

Allein für die Projekte der Hannover Messe, wie die Eröffnungsfeier im Hannover Congress Centrum, die Hermes-Award-Preisverleihung oder die verschiedenen Sonderschauen werden in diesem Jahr mehr als 3000 m2 Stoff bedruckt. Dazu kommen eine Vielzahl von Hallenlegenden, Tafeln für Wegeführungen, Hallenbanner, Eingangsblenden, Großgeländepläne sowie eine Menge Sondergrafiken von Werbeflächen für Aussteller.

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12 200 m2 bedruckte Fläche

„Um dem enormen Schilder-, Banner- und Grafikbedarf gerecht zu werden, muss im Team einiges organisiert werden. Ohne eine Spitzenmannschaft wäre das kaum zu realisieren“, erzählt Milazzo. „Die Herausforderung liegt darin, den optimalen Mix an Organisation hinzubekommen, sodass über 700 Einzelaufträge mit 13.000 m2 Digitaldruck auf den Punkt genau fertiggestellt werden. Jedes Schild ist in der Regel ein Unikat und ist unverzichtbar.“

Einsatz rund um die Uhr

Bereits vier Wochen vor Beginn der Messe muss das Team der Werbetechnik einen Zahn zulegen. Da ist es nichts Ungewöhnliches, wenn der Schildermaler fast täglich 10 Stunden im Einsatz ist. Auch am Wochenende. Die Herausforderung macht ihm und seinen Kollegen allerdings viel Spaß. Selbst wenn es einmal hektischer wird, lassen sie sich nicht aus der Ruhe bringen.

„Zur Hannover Messe 2016 hatten wir als Partnerland die USA mit dem Besuch von Obama“, erinnert sich Milazzo. „Wir haben die Grafiken für den Gemeinschaftsstand erstellt, unter anderem auch eine große Bühnenrückwand. Ein paar Stunden vor Beginn stellte sich ein Fehler auf der Grafik heraus und wir mussten dann alles Erdenkliche in Bewegung setzten, um die Grafik auszutauschen. Gerade rechtzeitig konnten wir die Panne beheben und ich war glücklich am Ende, dass wir das fast Unmögliche möglich machen konnten.“

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