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Dadurch trägt der Einkauf zur Reduktion der Materialkosten und zur Schonung des Cash-Bestands des Unternehmens bei. Zugleich wird durch diese Maßnahmen langfristig die Basis für eine gestärkte Stellung im Unternehmen geschaffen.
Einkaufsvolumina und Komplexität extern beschaffter Güter steigen
Vor diesem Hintergrund zeigen die dargestellten zehn Erfolgsfaktoren Ansätze auf, die in der aktuellen Lage wegweisend für erfolgreiche Einkaufsorganisationen sind (siehe Checkliste als PDF-Datei am Ende des Artikels). Was sich hinter diesen Erfolgsfaktoren verbirgt, wird anhand von vier ausgewählten Punkten erläutert. Weitere Informationen stellt das Fraunhofer-IPT auf Anfrage gerne bereit.
Wertschöpfung immer mehr durch den Einkauf betreiben (Erfolgsfaktor 1):
Viele Jahre galt der Einkauf als reine Unterstützungsfunktion, deren Aufgabe darin bestand, den unmittelbar wertschöpfenden Funktionen wie der Entwicklung oder der Produktion die benötigten Güter bereitzustellen. Durch Senkung der Einkaufspreise sowie der internen Einkaufskosten beeinflusste der Einkauf den Unternehmenserfolg lediglich kostenseitig.
Allmählich erweitert sich die Bedeutung des Einkaufs im Unternehmen. Treiber dieser Entwicklung sind kontinuierlich wachsende Einkaufsvolumina und eine steigende Komplexität der extern beschafften Güter. Zur effizienten Erfüllung der Versorgungsziele bedarf es heute einer stärkeren Verzahnung des Einkaufs mit den übrigen Wertschöpfungsprozessen.
Einkauf gestaltet Wertschöpfung aktiv mit
Damit einhergehend verschieben sich die Ziele des Einkaufs. Die Optimierung der Gesamtkosten der Leistungserstellung liegt jetzt immer mehr im Fokus. Der Einkauf nimmt so nicht nur kostenseitigen Einfluss auf den Unternehmenserfolg, sondern gestaltet die Leistungserbringung und Wertschöpfung aktiv mit.
Wie sich zeigte, wird die wertbeitragende Rolle des Einkaufs bei erfolgreichen Unternehmen deutlich stärker wahrgenommen, gelebt und in den Unternehmensprozessen verankert. Erfolgreiche Einkaufsorganisationen nutzen dabei unter vielen anderen folgende Stellhebel, um Wertbeiträge zu liefern:
- Generieren innovativerer Produkte durch Förderung von Innovationen in der Lieferantenbasis und Einbindung von Lieferanten in das eigene Innovationsmanagement;
- Realisieren kürzerer Entwicklungszeiten durch feste Verankerung von Einkäufern in Produktentwicklungsteams;
- Realisieren nachhaltig kostenoptimierter Produkte, zum Beispiel durch einkaufsgerechte Produktspezifikationen, eine lebenszyklusorientierte Kostenbewertung und eine frühe Integration des Einkaufs in alle Beschaffungsvorgänge;
- Mildern der Folgen von Betriebsausfallrisiken durch ein systematisches Risikomanagement im Einkauf.
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