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Mit dem entwickelten System sollen die Bestimm- und Spannelemente in weniger als einer Sekunde automatisiert justiert werden können. Dies ermöglicht eine enorme Zeitersparnis speziell im Einrichtprozess und zugleich eine sofortige Reaktionsmöglichkeit auf Bauteil- und Prozessabweichungen, wodurch weniger Ausschuss und Nacharbeit erzielt und somit ressourceneffizienter produziert werden kann.
Anforderungen in enger Zusammenarbeit mit der Volkswagen AG aufgestellt
Um das System anwendungsorientiert zu entwickeln und später direkt beim OEM einsetzen zu können, wurden die Anforderungen in enger Zusammenarbeit mit der Volkswagen AG aufgestellt und spezielle Belastungsmessungen an aktuellen Vorrichtungen durchgeführt. Das System basiert auf einem von Ortlinghaus entwickelten elektrohydraulischen Linearmotor.
Dieses Aggregat bietet den Vorteil, dass man es zentral in der Anlage installieren kann, um mehrere Vorrichtungskomponenten auf unterschiedlichen Vorrichtungen zu bedienen. Ein linear arbeitender Elektromotor steuert dabei einen im Antriebssystem integrierten Hydraulikkolben an. Über entsprechende Messsysteme an den Antrieben sowie an den Verstellmodulen und die Verknüpfung über eine entsprechende Steuerung wird der genaue Verfahrweg ermittelt und das Aggregat nur dann angesteuert, wenn ein Justiervorgang notwendig ist (Bild 3).
Mehrere Antriebsaggregate können über Feldbus gekoppelt werden
Durch die Entkopplung des Antriebes können die kinematischen Einheiten an den Bestimm- und Spannelementen in der Vorrichtung relativ kompakt ausgeführt werden, wobei durch die hydraulische Kraftübertragung dennoch sehr hohe Kräfte aufgenommen werden können.
Für die Ausstattung einer kompletten Linie sowie zur Integration in die gesamte Anlagensteuerung ist es möglich, mehrere Antriebsaggregate über Feldbus miteinander zu koppeln. Die hydraulischen Steuerelemente werden in Form von Ventilinseln direkt an den Vorrichtungen angebracht.
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