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Energietechnik

Keine intelligente Energieversorgung ohne moderne Informationstechnik

| Redakteur: Annedore Munde

Die Energieversorgung der Zukunft ist eine komplexe Herausforderung. Die neue Herangehensweise spannt den Bogen von der Nutzung regenerativer Energien über alternative Speicherkonzepte bis zu intelligenten Stromnetzen. Sechs Modellregionen verdeutlichen, wo die Ansatzpunkte für Verbraucher und Industrie sind.

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Das Projekt E-Telligence repräsentiert eine ländliche Modellregion mit geringer Versorgungsdichte und einem hohen Anteil erneuerbarer Energien. In einem virtuellen Kraftwerk sind eine Biogasanlage, ein Windpark, eine Solaranlage und ein Kühlhaus im Raum Cuxhaven miteinander vernetzt mit dem Ziel, nicht steuerbare Erzeuger wie Windenergie zu integrieren. Bild: EWE
Das Projekt E-Telligence repräsentiert eine ländliche Modellregion mit geringer Versorgungsdichte und einem hohen Anteil erneuerbarer Energien. In einem virtuellen Kraftwerk sind eine Biogasanlage, ein Windpark, eine Solaranlage und ein Kühlhaus im Raum Cuxhaven miteinander vernetzt mit dem Ziel, nicht steuerbare Erzeuger wie Windenergie zu integrieren. Bild: EWE
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Verpflichtung der Nationen gegenüber internationalen Klimaschutzzielen hat einen umfangreichen Wandel der Energieerzeugungs- und -verteilungsstrukturen bewirkt. Wirtschaft und Wissenschaft warten jetzt mit ersten konkreten Vorschlägen für die technische Umsetzung auf. Auf dem E-Energy-Jahreskongress Ende November 2009 wurden nach einem Jahr Projektlaufzeit erste Ergebnisse vorgestellt, die in Pilotregionen erreicht wurden.

Vorzeigbare Fortschritte in den sechs Modellregionen

„Der Fortschritt in den sechs Modellregionen kann sich sehen lassen“, so der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto. „Konkrete Beispiele sind der Aufbau von virtuellen Kombikraftwerken, die Optimierung der Stromflüsse in den Netzen, neue Möglichkeiten zur flexiblen Steuerung des Energieverbrauchs, beispielsweise durch neue, intelligente Endgeräte, und die intelligente Integration und Steuerung von Stromspeichern, beispielsweise über Elektromobile.“

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Neue Online-Dienstleistungen rund um das Thema Energie werden erprobt

Außerdem, so Otto weiter, würden völlig neue Online-Dienstleistungen und elektronische Marktplätze rund um das Thema Energie entwickelt und erprobt. Damit nehme Deutschland europaweit eine Vorreiterrolle ein. Und nach dem erfolgreichen Modellversuch steht ja bekanntlich die Praxis. Sie birgt auch für Industrieunternehmen vielfältige Anknüpfungspunkte, angefangen beim Zuliefererbereich bis hin zur eigenen Energieeinspeisung.

Hinter dem Förderprogramm E-Energy steht eine konkrete Idee: Alle Teile des Ener-giewirtschaftssystems sollen sowohl auf der Markt- als auch technischen Betriebsebene mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu einem einheitlichen Echtzeitkommunikationssystem verknüpft und gesteuert werden. So soll eine IKT-basierte Optimierung der Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit der Elektrizitätswirtschaft erreicht werden.

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