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Kleben als Alternative

Kleben kann klassische Verbindungs-Techniken ersetzen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Mit den als Onsert bezeichneten Klebebolzen gelang es Delo und Böllhoff ein neuartiges, serientaugliches Fügeverfahren für Composites zu realisieren, dass auch beim BMW i3 genutzt wird.
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Mit den als Onsert bezeichneten Klebebolzen gelang es Delo und Böllhoff ein neuartiges, serientaugliches Fügeverfahren für Composites zu realisieren, dass auch beim BMW i3 genutzt wird. (Bild: Delo)

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Die üblichen Möglichkeiten, die sich bieten, um gleiche oder verschiedene Werkstoffe miteinander zu verbinden sind das Schrauben, Nieten oder Schweißen. Der Einsatz von Klebstoffen kann jedoch eine prozesssichere Alternative sein, die nicht nur bei Faserverbundwerkstoffen anwendungsfreundlicher ist als die Klassiker.

Der Montagespezialist Böllhoff und Delo Industrie Klebstoffe haben die Entwicklung eines neuen Fügeverfahrens abgeschlossen. Mit den markengeschützten und Onsert genannten Klebebolzen, erhalten insbesondere Composites, aber auch dünne Bleche sowie Kunststoffe ein flexibel einsetzbares Verbindungselement, wie Delo berichtet. Die beiden Entwicklungspartner haben diese Technik in einer Reihe von Pilotprojekten erprobt: zuletzt bei der Befestigung von Kabeln, Verkleidungen und anderen Bauteilen beim BMW i3, wie es weiter heißt. Nachdem sich das Verfahren in der Serienproduktion bewährt hat, führen sie es nun in den Markt ein.

Kleben und Schrauben in trauter Gemeinschaft

Compositematerialien wie CFK und GFK bringen die etablierten Fügetechnologien Schweißen, Schrauben und Nieten an ihre Grenzen, so Delo. Bei ihrer an das Bolzenschweißen angelehnten Technologie kombinierten die beiden Unternehmen nun Kleben und Schrauben, indem sie Befestigungselemente wie Metallgewindebolzen mit einem transparenten Kunststofffuß ausstatten und diesen mit Faserverbundwerkstoffen verkleben. Die Gewindestangen der Onserts ließen sich so verschrauben und bei Bedarf auch wieder lösen.

Neue Verbinder bestehen auch harte Prüfungen

Das Besondere an dem Verfahren sei die Geschwindigkeit: Die Aushärtung des Klebstoffs benötig mit LED-Lampen weniger als 5 s und lasse sich vollständig automatisieren. Die so entstandene Verbindung ist sofort belastbar, heißt es. Auf CFK erzielten die Klebebolzen bei einem Fuß-Durchmesser von 25 mm eine Abzugsfestigkeit von maximal 2000 N. Wirken höhere Kräfte, stelle eine Sollbruchstelle im Fuß sicher, dass das Laminat des Verbundwerkstoffs intakt bleibt und keine Fasern herausgerissen würden. Dennoch sind die Onserts laut Deolo sehr widerstandsfähig, wie sich in Salzsprüh- und VDA-Klimatests gezeigt hat.

Designerische Freiheit mit breiter Anwendungsperspektive

Darüber hinaus punkten die Onserts mit ihrer Flexibilität bei Design und Produktion: Zum einen lässt sich die Bauform weitgehend frei gestalten, insbesondere was die Länge der Gewindestange und den Durchmesser des Fußes angeht. Zum anderen bieten sie viel Freiraum in der Fertigung, da sich die Klebebolzen sowohl im Rohbau als auch vor der Endmontage von bereits lackierten Teilen einsetzen lassen.

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