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Kollaboration

Kollaborative Applikationen erleichtern die Arbeit

| Autor / Redakteur: Enrico Krog Iversen / Victoria Sonnenberg

Der RG2-FT von OnRobot ist auch in der Lage, Werkstücke trotz ungenauer Parameter präzise zu platzieren.
Der RG2-FT von OnRobot ist auch in der Lage, Werkstücke trotz ungenauer Parameter präzise zu platzieren. (Bild: OnRobot)

Die Kombination von Endeffektor und Roboterarm avanciert zum entscheidenden Erfolgskriterium der Automatisierung.

  • Aufgaben wie Schleifen, Schweißen, Polieren und Bestücken müssen durch die stetige Weiterentwicklung intelligenter End-of-Arm-Tools immer seltener vom Menschen erledigt werden.
  • Für den Überblick bietet OnRobot als One-Stop-Shop ein breites Portfolio, das mit Greifern, Sensorik und Software alle nötigen Tools für kollaborative Automatisierung enthält.

In den Werkshallen deutscher Automobilhersteller und Zulieferer ist die Automatisierung mit Industrierobotern bereits seit den 70er-Jahren eine Selbstverständlichkeit. Der Trend zur Individualisierung von Fahrzeugen hat allerdings die Anforderungen an die Produktion verändert: Um hier auf die ständig wechselnde Nachfragesituation und stetig kleiner werdende Losgrößen reagieren zu können, sind neben Präzision und Effizienz vor allem Flexibilität und Agilität gefragt. Daher setzen Unternehmen auf eine Technologie, die genau diese Eigenschaften erfüllt: Mit steigender Tendenz übernehmen kollaborierende Roboter, sogenannte Cobots, zunehmend repetitive und monotone Aufgaben.

Eine Chance, die auch kleine und mittelständische Unternehmen anderer Branchen nutzen. Dass sich für Cobots immer breitere Anwendungsfelder in der Mensch-Roboter-Kollaboration eröffnen, ist der Weiterentwicklung vielseitiger End-of-Arm-Tools (EoAT) zu verdanken. Immer intelligenter und präziser werdende Endeffektoren ermöglichen Anwendungen zu automatisieren, die vorher nur von Menschenhand erledigt werden konnten.

Kollaborativ bedeutet auch benutzerfreundlich

Der wohl wichtigste Punkt dabei ist, dass diese fortschrittlichen Tools eine sichere und effiziente Zusammenarbeit mit dem Menschen ermöglichen. So entlasten sie Mitarbeiter zugunsten anspruchsvollerer und vielseitigerer Tätigkeiten. Kollaborativ bedeutet an dieser Stelle aber nicht nur den Wegfall von Sicherheitsmaßnahmen wie Schutzzäunen, sondern vor allem auch die benutzerfreundliche Bedienung und Programmierung der Applikation als Ganzes. Die Inbetriebnahme von Roboter und Endeffektor sowie die Umprogrammierung für neue Aufgaben funktioniert so intuitiv, dass auch Mitarbeiter ohne Programmierkenntnisse sie vornehmen können. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels profitieren Unternehmen daher von der Automatisierung durch flexible kollaborative Applikationen.

Jede Fertigungssituation stellt ganz eigene Anforderungen an die Automatisierung. Anwender finden heute eine wachsende Zahl von Anbietern kollaborativer Robotiklösungen vor, die ihre Produkte zu immer günstigeren Preisen anbieten.

Auf Kompatibilität von Produkten setzen

Um hier den Überblick zu behalten, bietet OnRobot als One-Stop-Shop ein breites Portfolio, das mit Greifern, Sensorik und Software alle nötigen Tools für kollaborative Automatisierung enthält. Außerdem setzt OnRobot vermehrt auf die Kompatibilität mit den Produkten anderer Hersteller, was die Einsatzmöglichkeiten seiner EoAT erweitert.

Robotik in der Automatisierung

Dossier Robotik Ausgabe 2018

Robotik in der Automatisierung

Die Robotik hält zunehmend Einzug in die automatisierte Montage. Grund genug für die konstruktionspraxis, die spannendsten Artikel der letzten Monate rund um die Robotik in einem Dossier zusammenzufassen. weiter...

Cobots und Industrieroboter haben in den letzten fünf Jahren einen gewaltigen Sprung hingelegt: Heute automatisieren sie Prozesse in einem breiteren Anwendungsspektrum als je zuvor. Möglich wird dies durch den technologischen Fortschritt hinsichtlich der Endeffektoren. Die Integration leistungsstarker Sensoren und intelligenter Software macht Greifer selbstständiger und ermöglicht ihnen, schneller auf Umfeldveränderungen zu reagieren.

Intelligenter Greifer mit integrierter Kraftdrehmomentmessung

Sie können sich besser auf Größe, Gewicht und Form der zu handhabenden Werkstücke einstellen und so schneller neue Aufgaben übernehmen. Ein Beispiel ist der RG2-FT, der erste intelligente Greifer, der mittels integrierter Kraftdrehmomentmessung Objekte sehen und fühlen kann. So ist er in der Lage, die Position des gehaltenen Werkstücks auch dann zu erkennen, wenn es nicht exakt positioniert ist. Dies verhindert beispielsweise ein Verrutschen des Objekts, was das Risiko von Produktschäden reduziert und eine präzisere Handhabung ermöglicht.

Kombination von Roboter mit Endeffektoren

Bei der Integration eines Roboters ist also nicht der Roboter selbst, sondern seine Kombination mit den richtigen Endeffektoren ausschlaggebend. Daher müssen sich interessierte Unternehmen vor der Anschaffung darauf konzentrieren, die EoAT auszuwählen, die ihren Anforderungen am besten entsprechen. Denn erst die Applikation als Ganzes bringt einen Mehrwert in der Produktion. Die prognostizierte Marktentwicklung spiegelt diesen Bedeutungszuwachs wider: Laut dem Marktforschungsinstitut QYResearch wird der globale EoAT-Markt, der 2018 auf 1.580 Millionen US-Dollar geschätzt wurde, bis Ende 2025 voraussichtlich ein Volumen von 2.740 Millionen US-Dollar erreichen und sich bis dahin mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 7,1 % entwickeln.

Schneller Return on Investment

In Automatisierung zu investieren, gilt oftmals als vermeintlich teures Unterfangen. Dabei aber auf kollaborative Applikationen zu setzen, bedeutet für den Endanwender auch immer einen schnellen Return on Investment (ROI). Denn die Fähigkeit eines Roboters, dank EoAT eine wachsende Bandbreite industrieller Aufgaben zu bewältigen, führt zu einer schnelleren Amortisierung der Anschaffungskosten. Die zügige Inbetriebnahme und der flexible und einfache Einsatz erfordern nur kurzzeitige Unterbrechungen des Fertigungsprozesses. Der Aufwand für zusätzliche Programmierung oder einen Werkzeugwechsel zwischen mehreren Aufgaben ist minimal. Zudem erhöht der Robotereinsatz die Produktivität, da entsprechende Lösungen rund um die Uhr arbeiten können und dabei Aufgaben mit höchster Präzision und Zuverlässigkeit erledigen.

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Der kollaborative und intelligente Charakter von EoAT senkt damit die Automatisierungskosten, während zusätzliche Ausgaben für Sicherheitszäune, komplexe Programmierungen oder Installationen entfallen. Durch die hohe Anpassungsfähigkeit helfen kollaborative Applikationen Unternehmen außerdem, sich flexibler auf Marktveränderungen einzustellen.

Flexiblere Produktion mit weniger Ausfallzeiten

Die Entwicklung von zunehmend intelligenten und flexiblen Endeffektoren ermöglicht einen effizienteren Robotereinsatz. Mit größerer Geschwindigkeit, Stärke, Sicherheit und Präzision übernehmen kollaborative Robotiklösungen heute eine Vielzahl von Tätigkeiten wie Maschinenbeschickung, Pick-and-place, Verpackung oder Montage. Modelle wie der RG2-FT und RG6 von OnRobot sind dabei einfach zu installieren und ermöglichen eine flexiblere Produktion mit weniger Ausfallzeiten. Dies bedingt einen schnellen ROI. Innovative EoAT sind zudem kostengünstig und können flexibel an neue Anforderungen angepasst werden.

Buchtipp „Industrieroboter“„Industrieroboter" ist ein Handbuch für KMU mit Tipps und Tricks zum Thema Robotereinsatz. Es werden die wichtigsten Grundlagen der Robotertechnik vermittelt und Methoden erläutert, mit denen bewertet werden kann, ob sich ein Produkt oder Prozess durch den Einsatz von Robotern automatisieren lässt.

Für Anwender ist es also wichtig zu verstehen, welche Tools zur Bewältigung welcher Aufgaben dienen. Die Betrachtung von Roboter und Endeffektor im Gesamtbild ist dabei ausschlaggebender Faktor für eine erfolgreiche Automatisierung.

* Enrico Krog Iversen ist CEO bei OnRobot A/S in 5220 Odense (Dänemark), weitere Informationen: Maisberger – Gesellschaft für strategische Unternehmenskommunikation mbH, Tel. (0 89) 41 95 99 29, Charlotte.Kromer@maisberger.com

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