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Teilereinigung

Kombinierte Reinigung bringt bessere Ergebnisse

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Teilereinigung Beschichten, Kleben, Abdichten oder Lackieren erfordern sehr saubere und teilweise auch aktivierte Oberflächen. Dafür hat ein Hersteller neue Reinigungsanlagen entwickelt, die verschiedene Verfahren miteinander kombinieren.

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Durch eine integrierte Plasmareinigung für die Feinstentfettung wird die Anlage im Einsatz sehr flexibel, Prozesszeiten reduzieren sich, der Platzbedarf sinkt und die Investitions- und Betriebskosten fallen.
Durch eine integrierte Plasmareinigung für die Feinstentfettung wird die Anlage im Einsatz sehr flexibel, Prozesszeiten reduzieren sich, der Platzbedarf sinkt und die Investitions- und Betriebskosten fallen.
(Bild: Ecoclean)

Ecoclean hat laut eigener Mitteilung die nasschemische und die Niederdruck-Plasmareinigung in einer Anlage zusammengebracht. Eine weitere Neuheit ist die Integration verschiedener Anwendungen wie Atmosphärendruckplasma, Laser, CO2-Schneestrahlen oder auch Oberflächeninspektion für die partielle und ganzflächige Reinigung beziehungsweise Aktivierung zu einem System. Damit lassen sich nahezu alle Vorbehandlungsanforderungen abdecken, wie der Hersteller berichtet.

Für Werkstücke aus Stahl, Aluminium, Glas, Keramik und teilweise auch anderen Werkstoffen, die in Batchprozessen gereinigt werden, hat Ecoclean den kombinierten Reinigungsprozess aus nasschemischer Reinigung mit anschließender Plasmareinigung entwickelt. Die Niederdruck-Plasmareinigung wird dabei in die nasschemische Reinigungsanlage integriert. Da fast alle dafür erforderlichen Komponenten wie Vakuum-, Mess- und Regelungstechnik bereits in den Anlagen des Herstellers für die nasschemische Reinigung vorhanden sind, hält sich der zusätzliche Aufwand im Rahmen, wie es heißt. Zu den Vorteilen für die Feinstentfettung durch die integrierte Plasmareinigung zählen die Flexibilität der Anlage im Einsatz, reduzierte Prozesszeiten, niedrige Investitions- und Betriebskosten sowie ein geringer Platzbedarf.

Kombinierte Reinigung erhöht freie Oberflächenenergie

Der Prozess erfolgt zunächst wie gewohnt mit einer lösemittelbasierten Nassreinigung, die Teile werden dann unter Vakuum getrocknet und in der Arbeitskammer gespült. Für die Plasmareinigung wird der Druck in der Arbeitskammer dann auf unter 1 mbar gesenkt, das Prozessgas eingeschleust und das Plasma gezündet. Verunreinigungen werden durch das Plasma chemisch angegriffen und in flüchtige Verbindungen umgewandelt. Gleichzeitig entfaltet die UV-Strahlung des Plasmas eine Reinigungswirkung, beispielsweise werden langkettige Kohlenwasserstoffverbindungen gebrochen. Die gasförmigen Abbauprodukte werden aus der Arbeitskammer abgesaugt. Durch die kombinierte Nass- und Plasmareinigung lässt sich in einem Prozessschritt die freie Oberflächenenergie deutlich erhöhen.

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Bei der Erweiterung seines Angebots hat sich Ecoclean laut eigener Mitteilung auf die Reinigung und Aktivierung sowie teilweise auch Beschichtung von Einzelteilen aus Metallen und Kunststoffen konzentriert. Dafür wurden kompakte Applikationssysteme zur Integration in verschiedene Anlagen entwickelt. Diese können mit unterschiedlichen Behandlungsverfahren wie Atmosphärendruckplasma, Dampf-, Laser-, CO2-Schneestrahlreinigung oder Eco-C-Booster-Oberflächenbehandlung ausgestattet und als automatisierte Stand-Alone-Maschine eingesetzt oder in eine Linienfertigung integriert werden. Ziel ist, die unterschiedlichen Anwendungen in der Oberflächenbehandlung mit dem jeweils optimalen Verfahren zu lösen. So ermöglicht beispielsweise der Einsatz der neuen, vom Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST entwickelten Atmosphärendruckplasma-Quelle Disc-Jet eine sowohl flächige als auch konturgenaue und tiefengängige Behandlung. Durch die kalte Oberflächenentladung (30 bis 60 °C) lassen sich damit auch temperatursensible Werkstoffe behandeln. Mit dem Atmosphärendruckplasma können Bauteiloberflächen für den nachfolgenden automatisierten Auftrag einer Dichtmasse in einem Prozess beispielsweise selektiv feingereinigt, aktiviert und mit einem Haftvermittler beschichtet werden. Soll neben der Reinigung eine Strukturierung erfolgen, bietet sich je nach Werkstoff die Lasertechnik an. Mit Eco-C-Booster steht ein Vorbehandlungsverfahren für die Aktivierung von Oberflächen zur Verfügung. Optimal abgestimmt auf die spezifischen Anforderungen und Gegebenheiten wird auch die Automatisierung, wie der Hersteller ankündigt. So lassen sich Roboter- ebenso wie Mehrgelenk-Handlingsysteme und CNC-Lineareinheiten realisieren.

* Weitere Informationen: Ecoclean GmbH in 70794 Filderstadt, Tel. (07 11) 70 06-0, info.filderstadt@ecoclean-group.net

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