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Prüfen, messen, dokumentieren Komplexe Dreh- und Frästeile mit geringerem Aufwand messen

| Autor / Redakteur: Theo Drechsel / Peter Königsreuther

Wenn es um die Qualitätssicherung und -dokumentation geht, kommt eine Fertigung um effiziente Messsysteme nicht herum. Hier ein Blick auf Anlagen, die das bei einem Medizinteilehersteller übernehmen.

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Diese WMM 450 ist ein Messsystem für komplexe Bauteile übernimmt zusammen mit anderen Schneider-Messtechnik-Anlagen die Qualitätssicherung bei der Hipp-Group. Sie dokumentiert fertigungsbegleitend die Präzision bei Drehteilen aus Titan.
Diese WMM 450 ist ein Messsystem für komplexe Bauteile übernimmt zusammen mit anderen Schneider-Messtechnik-Anlagen die Qualitätssicherung bei der Hipp-Group. Sie dokumentiert fertigungsbegleitend die Präzision bei Drehteilen aus Titan.
(Bild: Schneider Messtechnik)

Hipp Medical aus Kolbingen gehört zur Hipp-Group und stellt hochwertige sowie hochpräzise Dreh-, Fräs- und per Laser gefertigte Bauteile für die Medizintechnik her. Speziell für die Qualitätssicherung komplexer Bauteile wollte das Unternehmen mit weniger Mess- und Prüfmitteln auskommen. Auf der permanenten Suche nach adäquaten Systemen überzeugen auch Produkte von Schneider Messtechnik aus Bad Kreuznach. So kommen bei Hipp seit letztem Jahr die 3D-Multisensor-Messmaschinen PMS 400 und PMS 600, die Wellenmessmaschine WMM 450 und der Messprojektor MV 360 von Schneider Messtechnik für die Qualitätssicherung in allen Gruppenmitgliedern zum Einsatz.

Das übernehmen die Schneider-Systeme bei Hipp

Die WMM 450 steht in der Produktion von Hipp Medical und kommt fertigungsbegleitend bei rotationssymmetrischen Drehteilen aus Titan zum Einsatz, wenn diese mit Messdokumentation benötigt werden. Die Anlage arbeitet mit einem scannenden Taster wodurch sie ein deutlich komplexeres System ist, als ein rein optisch arbeitendes Gerät.

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Die PMS 400 hat Hipp in der Montage installiert. Sie wird übergreifend von allen Unternehmen der Gruppe genutzt. Die PMS 600 steht im Messraum bei Hipp-Präzisionstechnik und wird dort insbesondere bei Frästeilen eingesetzt. Beide PMS-Maschinen verfügen zusätzlich auch über einen scannenden Taster, Pakete für die 2D- und 3D-Vermessung und über eine Palettenmessung mit Mehrfachaufspannung. Letztere erlaubt das parallele Messen mehrerer Teile mit dem Standardprogramm. Direkt neben der PMS 600 befindet sich der Messprojektor MV 360, der übrigens auch gute Dienste im Rahmen der Ausbildung der zukünftigen Fachkräfte leistet. Als Mess- und Auswertesoftware wird beim Projektor die M2 und ansonsten die Saphir von Schneider Messtechnik eingesetzt.

Komplexe Teile am Stück, in einer Aufspannung messen

Das Einsatzspektrum der Messsysteme ist facettenreich. Dazu gehören fertigungsbegleitende Prüfungen bei der Zerspanung ebenso wie Messungen zwischen den Arbeitsschritten oder in den Bereichen Warenein- und -ausgang. Das geschieht je nach Anforderung an allen Teilen oder nur in Stichproben. Auch werden Produkte, die zum externen Oberflächenbeschichten transportiert werden müssen, vor und nach ihrer Beschichtung geprüft.

Bei allen diesen Aufgabenstellungen hat sich vor allem die Kombination aus taktiler und optischer Messung bei den Maschinen der PMS- und der WMM-Serie als ideal erwiesen. Wegen der implementierten Multisensorik können diese System auch komplexe Teile am Stück messen. Das spart Zeit, weil die zu vermessenden Teile nicht mehrmals ein- und ausgespannt werden müssen. Auch deren Transport ist dazu nicht nötig. Im Endeffekt sichern die Schneider-Messtechnik-Systeme bei Hipp aber auch die Liefertermintreue und -sicherung.

Projektor, Lehre und Makrofotografie sind passé

Sehr zufrieden sei man in Kolbingen zudem mit dem Service. Gerade am Anfang, sagt Hipp, hat Schneider Messtechnik hervorragende Unterstützung dabei geleistet, das Know-how aufzubauen – unter anderem bei der Programmerstellung. Vor allem das Ziel komplexe Dreh- und Frästeile schneller und einfacher messen zu können, zumal Hipp Teile mit über 500 Prüfmerkmalen fertigt, wurde damit erreicht, heißt es weiter. Denn zuvor musste man ein Teil vielleicht noch auf den Projektor legen, dann den Messschieber sowie Lehren nutzen und auch noch eine Makroaufnahme mit einem 2D-Mikroskop machen. Das alles klappt nun mit einer einzigen Maschine, ohne viel Aufwand.

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