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Kellenberger Koordinatenschleifen mit Nano-Interpolation

| Redakteur: Bernhard Kuttkat

Das Koordinatenschleifen behauptet sich nach Auffassung des Schweizer Schleifmaschinenherstellers Kellenberger erfolgreich als Nischenmarkt, im Spannungsfeld zwischen den stark verbreiteten Technologien Funkenerosion und Hartfräsen. Die Anforderungen an das hochgenaue Koordinatenschleifen und die Automatisierung sind in den letzten Jahren gewachsen, wie das Unternehmen zur Metav 2010 mitteilt.

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Die hohe Genauigkeit der Koordinatenschleifmaschine lässt es zu, anstelle mit der heute im Maschinenbau oft verwendeten Auflösung von 0,1 µm nun mit einer Auflösung von 0,001 µm (Nano-Interpolation) zu operieren. Bild: Kellenberger
Die hohe Genauigkeit der Koordinatenschleifmaschine lässt es zu, anstelle mit der heute im Maschinenbau oft verwendeten Auflösung von 0,1 µm nun mit einer Auflösung von 0,001 µm (Nano-Interpolation) zu operieren. Bild: Kellenberger
( Archiv: Vogel Business Media )

Diesen Trends wird die Koordinatenschleifmaschine S 35 mit entsprechenden Fortschritten in der Entwicklung gerecht, so das Unternehmen. Neben dem herkömmlichen Bohrungsschleifen befasst sich ein bedeutender Teil der heutigen Koordinaten-Schleifaufgaben mit der Erzeugung hochgenauer Konturen mit Hilfe der Achsinterpolation X-Y. So sind bei hochgenauen Matrizen- und Stempelkonturen Schnittspaltbreiten von maximal 1 bis 2 µm gefordert.

Koordinatenschleifmaschine arbeitet mit Auflösung von 0,001 µm

Durch die Möglichkeit, die CNC optional mit einer Nano-Interpolation zu erweitern, so das Unternehmen, konnte in Testreihen bewiesen werden, dass die hohe Genauigkeit der Koordinatenschleifmaschine es tatsächlich zulässt, anstelle mit der heute im Maschinenbau oft verwendeten Auflösung von 0,1 µm nun mit einer Auflösung von 0,001 µm (Nano-Interpolation) zu operieren. Die digitalen Servoantriebe erhalten die Vorschubbefehle der Steuerung in 1 nm Schritten.

Es zeigt sich in der Praxis, dass die Maschine wohl ±1 µm Genauigkeit erreichen kann, die Geometriefehler am fertigen Werkstück aber trotzdem bei ±10 µm liegen können. Mit dem Einsatz einer Korrektursoftware ist es möglich, korrigierte CNC-Programme zu erzeugen.

Werkstück wird vor dem abschließenden Schleifen erneut vermessen

Das Werkstück wird dabei programmiert, auf der Maschine mit Restaufmaß geschliffen und auf einer sehr genauen Messmaschine vermessen. Die erfassten Messwerte werden mittels Korrektursoftware mit den Sollwertdaten verglichen.

Anschließend erstellt die Korrektursoftware ein neues DXF-File. Mit dem korrigierten CNC-Programm wird das Werkstück schlussendlich auf Endmaß geschliffen. Die Erfahrungen zeigen, dass meist ein einziger Korrekturdurchgang genügt, die angestrebte Werkstückgeometrie mikrometergenau zu erreichen.

L. Kellenberger & Co. AG auf der Metav 2010: Halle 16, Stand C50

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