SPS-Daten austauschen Kopplung zwischen Eplan Electric P8 und dem Siemens TIA-Portal

Redakteur: Stefanie Michel

Eine neue Kopplung zwischen Eplan Electric P8 und dem Engineering Framework TIA-Portal von Siemens ermöglicht es, Daten jetzt bidirektional zwischen beiden Welten – Elektro- und Automatisierungs-Engineering – austauschen. Anwender können in jedem Projektstadium Daten bearbeiten und abgleichen.

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Durch die Kopplung zwischen Eplan und dem Engineering Framework TIA Portal lassen sich Rackaufbaudaten und symbolische Adressen bidirektional austauschen.
Durch die Kopplung zwischen Eplan und dem Engineering Framework TIA Portal lassen sich Rackaufbaudaten und symbolische Adressen bidirektional austauschen.
(Bild: Eplan)

Durchgängiger Austausch von Detaildaten beim Engineering von Automatisierungssystemen – das ist die zentrale Aufgabe der neuen Kopplung zwischen Eplan Electric P8 und dem Siemens TIA Portal. Mit der bidirektionalen „TIA Portal Connection“ aus dem Hause Eplan werden Daten in beide Welten, also Automatisierungs- und Elektro-Engineering, im- oder exportiert. Dabei lassen sich die relevanten Daten zwischen den verschiedenen Arbeitsplätzen von Elektrokonstrukteur und SPS-Programmierer austauschen. Beide Bearbeiter entscheiden frei, wann sie die Daten der anderen Disziplin nutzen oder zur Verfügung stellen. Dies ermöglicht einen geregelten Austausch an Informationen, auch für in sich abgeschlossene Vorarbeiten, und ist entscheidend für Revisionsvorgänge.

Zeitvorteil für SPS-Programmierer und Konstrukteure

TIA Portal Connection basiert auf Automation ML, einem neutralen und universellen Format zum Datenaustausch nach IEC 62424/IEC 62714. Diese Technologie entwickelt sich zu einem der Standards in der Automatisierung

Zu Beginn der Projektierung in Eplan Electric P8 sparen Elektrokonstrukteure Zeit, denn Daten müssen nicht mehr händisch eingegeben werden. Initial im TIA Portal erstellte Daten werden in Eplan Electric P8 importiert. Per Drag & Drop oder auch automatisch übergebene Daten sind die Basis für den Schaltplan, der daraus erzeugt wird. Gerade diese Funktionalität entlaste den Elektroingenieur von manuellen Projektierungsaufgaben. Zudem kommen laut Eplan Missverständnisse zwischen den unterschiedlichen Disziplinen gar nicht erst auf. Die Projektierung der Automatisierungs-Komponenten werde somit schneller und zugleich in optimaler Qualität abgewickelt.

Vereinfachter Prozess für Änderungen

SPS-Daten können Anwender in jedem Projektstadium und in jede Richtung austauschen, nachträglich bearbeiten und abgleichen. Damit vereinfache sich der aufwendige manuelle Abgleich bei Änderungen oder einem iterativen Vorgehen. Anwender sollen von transparenten Übersichten der Belegung der SPS-Baugruppen profitieren, die sich systemunterstützt bearbeiten lassen. Ein disziplinübergreifender Engineering-Prozess ist das Ergebnis.

Die Hardware-Konfiguration umfasst Artikel und Rackaufbauten inklusive der Zuordnung, welches Modul sich in welchem Steckplatz des Baugruppenträgers befindet. Der neue Datenaustausch unterstützt Anwender auch bei der Planung geeigneter Hardware in Verbindung mit Schaltplan und SPS-Programm. Um die korrekte Zusammenstellung der Hardware müssen sich User künftig keine Gedanken mehr machen; diese prüft das Siemens TIA Portal selbstständig. Als Zieldaten lassen sich Schaltpläne in Eplan Electric P8, SPS-Übersichten und Hardware-Aufbauten automatisch erzeugen. Das beschleunigt die Prozesse.

Erfassung und Dokumentation der Bus-Daten wird vereinfacht

Zuordnungslisten enthalten Hardware-Adressen, symbolische Adressen und Funktionstexte sowie Kommentare. Die Zuordnungsliste stellt dar, welche physikalischen Ein-/Ausgänge in welcher Weise belegt sind. Die neue Kopplung zwischen Eplan und dem Siemens TIA Portal unterstützt Anwender bei der korrekten Zuordnung der symbolischen Adressen aus dem SPS-Programm zu den Hardware-Adressen. Das erleichtert die Verdrahtung der Ein- und Ausgänge. Die Bus-/ Netzwerk-Topologie enthält auch die Verkabelung der Racks und Busteilnehmer untereinander. Durch den Austausch der Bus-Adressen mit den Abhängigkeiten der Slave- und Master-Konfiguration wird eine Erfassung und Dokumentation der Bus-Daten vereinfacht. Zugleich verbessert sich die Übersicht auf die Bus-Daten.

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