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Hainbuch KTR löst 3-Backenfutter an Zerspanungsmaschinen ab

| Redakteur: Jürgen Schreier

„Auf zu neuen Ufern“ heißt es bei der KTR-Gruppe. Mit neuen Maschinen, kürzeren Prozessen sowie einer neuen Spanntechnik von Hainbuch geht der in Rheine ansässige Hersteller von Kupplungen, Bremsen, Kühler und Hydraulik-Komponenten in die Zukunft.

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Außendienstbetreuer Rudolf Meyer von Hainbuch hilft, wo er kann, um das Optimum herauszuholen (v. l. Günter Schleyer, Rudolf Meyer und Franz-Josef Reder).
Außendienstbetreuer Rudolf Meyer von Hainbuch hilft, wo er kann, um das Optimum herauszuholen (v. l. Günter Schleyer, Rudolf Meyer und Franz-Josef Reder).
(Bild: Hainbuch)

Im Zuge des turnusmäßigen Austauschs der Werkzeugmaschinen standen bei KTR auch die Spannmittel zur Diskussion. Hier waren deutliche Verbesserungen bei den Rüstzeiten und im Fertigungsprozess beim Umgang mit Spänen und Schmutz gefordert, die sich teilweise negativ auf die Optik der Werkstücke ausgewirkt haben.

Zeitlich passend fand die EMO 2013 in Hannover statt, auf der sich die Verantwortlichen ein Bild über Markt und Möglichkeiten machen wollten. Bis dato gab es zu Hainbuch als Spannmittelhersteller noch keinen Kontakt. Doch auf der Messe wurde schnell deutlich, dass die passenden Lösungen im Angebot zu finden waren. Inzwischen sind KTR und Hainbuch enge Partner und haben die Fertigung mit Erfolg Schritt für Schritt optimiert. Die Anforderungen haben die Hainbuch Spannmittel souverän erfüllt und bringen obendrein noch weitere Pluspunkte mit.

KTR auf Wachstums- und Optimierungskurs

Das Familienunternehmen mit hoher Forschungs- und Entwicklungskompetenz, das sich auf Kupplungen, Bremsen, Kühler und Hydraulik-Komponenten für industrielle Anwendungen spezialisiert hat, stellt höchste Ansprüche an sich selbst und seine Lieferanten. Insbesondere beim Kerngeschäft, Kupplungen mit Durchmessern von 10 mm bis 2 m, gelten höchste Anforderungen. Gefordert sind enge Toleranzen und ausgezeichnete Rundlaufeigenschaften.

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Matthias Telker, Leiter Produktionsmanagement bei KTR, ist verantwortlich für Prozessoptimierungen an allen Fertigungsstandorten. Telker meint: „Um das Maximum herauszuholen, einheitlich qualitative Spitzenprodukte zu liefern und international erfolgreich zu sein, sind permanente Verbesserungen in allen Bereichen unumgänglich.“ Denn KTR beliefert weltweit Firmen aus der Bahn- und Verkehrstechnik, Land- und Baumaschinenindustrie, Werkzeugmaschinenbau und Automatisierungstechnik, Windkraftbranche und zunehmend aus der Marine-, Hütten- und Gießereitechnik.

Auf zu neuen Ufern

Im Jahr 2013 kam es bei KTR zu umfassenden Umwälzungen in der Fertigung. Die Vorgaben waren, die Neben- und Rüstzeiten in der Produktion zu reduzieren, um die Durchlaufzeit weiter zu optimieren. Daraufhin beschäftige sich Günter Schleyer, Produktionsleiter bei KTR, intensiv mit dem Thema. „Einige Maschinen sind turnusgemäß nach Erreichen der Altersgrenze ausgetauscht worden. Deshalb haben wir den Bereich Spannen neu untersucht. Wichtig war uns: Wie stellen wir uns zukünftig auf, wie erhöhen wir die Flexibilität? Wir setzen unter anderem Maschinen mit Pendelbearbeitung für Serien- und Einzelfertigung ein. Hier standen wir am Scheideweg: Einerseits benötigen wir eine spezialisierte Serienfertigung und andererseits eine schnelle, flexible Zelle für die Einzelteile.“

Um das neue Spannsystem sollte sich sein Kollege, Franz-Josef Reder, Produktionsmeister bei KTR, kümmern. Bei der Recherche stieß Reder dann auf die Spannmittel von Hainbuch. Es folgte der Besuch des Hainbuch-Messestandes auf der EMO.

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