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Hallenheizungen Kübler präsentiert zum 20-jährigen Jubiläum neues Heizsystem

| Redakteur: Stéphane Itasse

Der Hallenheizungsspezialist Kübler GmbH, Ludwigshafen, feiert sein 20-jähriges Bestehen mit der Einführung des neuen Heizungskonzepts Hybrid. Das Heizsystem nutzt erstmals die Restwärme von Infrarotstrahlern und ermöglicht eine Rückgewinnung von 15% der eingesetzten Primärenergie, wie der Hersteller mitteilt. Auch das Unternehmen entwickelt sich gut.

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Das Wärmeaustauschsystem Opus nutzt die Restwärme von Infrarotstrahlern aus.
Das Wärmeaustauschsystem Opus nutzt die Restwärme von Infrarotstrahlern aus.
( Archiv: Vogel Business Media )

Wie Kübler aus Anlass des Jubiläums mitteilt, konnte der Umsatz in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt werden und erreichte im Jahr 2008 insgesamt 12 Mio. Euro. In den kommenden acht Jahren will das Unternehmen den Umsatz auf 33 Mio. Euro erhöhen und dann 150 Mitarbeiter beschäftigen. Basis dafür seien Investitionen in Forschung und Entwicklung in Höhe von 8% des Umsatzes.

Kübler sieht sich bei Hallenheizungen vorn

„Wir haben in den vergangen Jahren bewiesen, dass sich neue Technologien durchsetzen können, wenn sie einen wirklichen Nutzen bieten. Auf diesem Nutzen ruhen wir uns nicht aus, sondern entwickeln ihn kontinuierlich weiter“, sagte Unternehmensgründer und Geschäftsführer Thomas Kübler. Vertriebsleiter und Prokurist Kai-Uwe Grütter ergänzte: „Ich sehe uns im Bereich Hallenheizungen in den nächsten fünf Jahren als wesentlich marktbestimmendes Unternehmen.“

Bei dem neuen Hallenheizungskonzept hat Kübler die Infrarotheizung mit der konventionellen Warmwasser-Heizung verknüpft. Gesteuert wird das System von der „Ressourcen optimierenden Steuerung“ Rossy. Bei Infrarotheizungen galt die Restwärmenutzung bislang als wirtschaftlich nicht realisierbar, wie der Heizungsspezialist erläutert.

Abwärme von Infrarotheizungen erstmals genutzt

Als Grund galt hauptsächlich die Unvereinbarkeit von Infrarotheizungen, deren Effizienz entscheidend von der Temperaturhöhe in den Strahlungsflächen abhängt, und der Brennwerttechnik, die mit geringerer Temperatur zunehmend effizienter wird. Kübler ist es nach eigenen Angaben nun gelungen, mit Opus X ein Wärmetauschersystem auf den Markt zu bringen, das die wirtschaftliche Nutzung der im Abgas von Hallenheizungsanlagen enthaltenen Energie ermöglicht.

Dabei entzieht der Wärmetauscher die im Abgas enthaltene Energie und überträgt sie an ein Speichermedium. Die durch diese Kombination gewonnene Energie versorgt dann die an Industriehallen angeschlossenen Büro- oder Sozialräume mit Wärme oder unterstützt vorhandene Prozesswärmeanlagen. So können je nach Anlagengröße durchschnittlich bis zu 15% der eingesetzten Primärenergie vollständig zurückgewonnen werden, heißt es.

Die Bündelung von Infrarotsystem, Heizungssteuerung und Restwärmenutzung zum Heizsystem „Hybrid“ ist laut Angaben des Herstellers das bisher effizienteste Wärmekonzept des Unternehmens. Die neue Hallenheizung biete einen feuerungstechnischen Wirkungsgrad bis zu 108%.

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