Kasse klingelt! Börsengang des Rüstungszulieferers SMAG bringt viele Millionen

Quelle: Reuters / A. Hübner 1 min Lesedauer

Mit knapp 130 Millionen Euro Plus hat es sich offensichtlich ausgezahlt, dass der Rüstungszulieferer SMAG aus Salzgitter den Schritt an die Börse gegangen ist ...

Belohnter Mut! Mobile Antennensysteme für den militärischen Einsatz sind die Domäne von SMAG aus Salzgitter. Nun hat der Spezialist den Weg an die Börse gewagt und das hat sich ausgezahlt ...(Bild:  SMAG)
Belohnter Mut! Mobile Antennensysteme für den militärischen Einsatz sind die Domäne von SMAG aus Salzgitter. Nun hat der Spezialist den Weg an die Börse gewagt und das hat sich ausgezahlt ...
(Bild: SMAG)

Das Rüstungsunternehmen SMAG (Mobile Antenna Masts) hat den Sprung an die Börse geschafft, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Das Unternehmen aus Salzgitter teilte knapp 2,82 Millionen Aktien zum Preis von je 46 Euro zu, heißt es. Der Preis liegt am unteren Ende der Angebotsspanne, die bis 54 Euro reichte. Insgesamt wurden Aktien für 129,6 Millionen Euro verkauft. Nur 29,6 Millionen Euro davon gehen aber an das Unternehmen selbst, das damit die Produktionskapazität und den Vertrieb ausbauen will, wie es weiter heißt. SMAG stellt mobile Antennenmasten für militärische Anwendungen her. Man genießt derzeit einen Auftragsbestand im Volumen von insgesamt 1,4 Milliarden Euro. Der Löwenanteil des Emissionserlöses aber geht an den Finanzinvestor Aequita aus München, der 2024 bei SMAG eingestiegen, nun aber seine Beteiligung auf 50,1 Prozent reduziert.

Rüstungsunternehmen gehen derzeit gerne an die Börse

Die restlichen 49,9 Prozent der SMAG-Anteile seien künftig im sogenannten Streubesitz. Das Unternehmen wird zum Ausgabepreis übrigens mit rund 260 Millionen Euro bewertet. Das Debüt im Freiverkehrssegment Scale der Frankfurter Börse ist für den kommenden Montag (13. Juli) geplant. Mit Gabler und Vincorion hatten in diesem Jahr bereits zwei deutsche Player aus der Rüstungsbranche den Börsengang vollzogen. Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS hatte seine Börsenpläne allerdings verschoben, weil die Eigentümer sich eine höhere Bewertung erhoffen als die Anleger zuletzt zu zahlen bereit waren.

Die 1974 gegründete SMAG beschäftigt 170 Mitarbeiter. Über 2.000 ihrer bis zu 40 Meter hohen Mastsysteme seien in über 20 Ländern im Einsatz. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz von 27 auf 34 Millionen Euro. In diesem Jahr will man mindestens die 55-Millionen-Hürde nehmen – besser noch 60 Millionen, so die Prognosen. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll 2026 bei 19 bis 21 Prozent liegen.

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