Kühlwasserkreisläufe

Kühlwasseranschlüsse aus Aluminium verhindern Korrosion

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Die Serie 2500 der Liquidline umfasst Steckverschraubungen mit voller Nennweite. Sie ist sehr gut für bewegungsintensive Anwendungen geeignet, die möglichst feste Verbindungen mit höchster Haltefähigkeit der Anschlüsse benötigen, oder für Anwendungen mit zusätzlicher Zugbelastung auf dem Schlauch. Auch bei starken Druckschwankungen im Kühlsystem macht sich die hohe Sicherheit gegen das Lösen des Schlauches bezahlt.

Sondermaterial EN AW-AlSi1MgMn bietet erhöhte Korrosionsbeständigkeit

Für die neue Version, die alle Vorteile der bewährten Eisele-Technik bietet, verarbeitet der Hersteller das korrosionsbeständige Sondermaterial EN AW-AlSi1MgMn. Herkömmliche Aluminiumlegierungen wie AlCuBiPb erreichen nicht die gewünschte Wasserbeständigkeit, weshalb auch die Hersteller von Flüssigkeitskühlern verstärkt auf das neue Material umsatteln, das gut gegen Meerwasser und sehr gut gegen Witterung geschützt ist. In Schulnoten ausgedrückt hat AlCuBiPb eine Korrosionsbeständigkeit von 4 bis 5, während EN AW-AlSi1MgMn die Note 1 bis 2 erreicht.

Die Aluminiumlegierung mit der Werkstoffbezeichnung EN AW-6082 beziehungsweise DIN 3.2315 ist eine Universallegierung für den Maschinenbau, die über eine Dehngrenze von 240 bis 260 N/mm2 und eine Zugfestigkeit von 275 bis 300 N/mm2 verfügt. Das Material hat ein spezifisches Gewicht von 2,7 g/cm3 und einen Elastizitätsmodul von 69 kN/mm2. Die Wärmeleitfähigkeit beträgt 170 bis 220 W/m × K. Die genaue Belastbarkeit der Anschlüsse hängt immer von den Rahmenbedingungen ab. Eisele berät deshalb Anwender individuell unter Berücksichtigung der Prozess- und Umgebungsparameter.

Liquidline-Anschlüsse sind beständig gegenüber höheren Temperaturen, aggressiven wässrigen Medien und vielen anderen Stoffen. Sie sind darauf optimiert, Wärme aus Anwendungen wie Schweißprozessen oder Leistungselektronik-Installationen abzuführen. Dabei müssen hohe Durchflüsse auf engem Raum realisiert werden. Neben der Serie 2500 mit Steckverschraubungen gibt es zwei weitere Serien, die mit Lösehülsen arbeiten.

Steckanschlüsse der Liquidline-Serie 2400 halten besonders dicht

Wenn neben gutem Durchfluss die besondere Dichtheit der Anschlüsse das entscheidende Kriterium ist, kommen die Steckanschlüsse der Liquidline-Serie 2400 mit zwei Dichtungen an der Schlauchseite zum Einsatz. Sie sind so zuverlässig, dass sie sogar direkt im Schaltschrank oder im Reinraum gefahrlos eingesetzt werden können. Sie sind auf Arbeitsdrücke von -0,95 bis 24 bar ausgelegt, in bestimmten Anwendungsfällen sogar bis 100 bar. Die Steckanschlüsse der Serie 2600 mit Lösehülse und einem Dichtring aus der Liquidline sind für Standardanwendungen im Kühlwasserbereich geeignet. Sie können anwendungsabhängig mit Drücken von bis zu 16 bar beaufschlagt werden. Die mögliche Temperaturbelastung wird weniger vom verwendeten Metall als vom Dichtungsmaterial bestimmt. Die üblichen Viton-Dichtungen halten 120 °C aus. Auf Wunsch baut Eisele auch andere Dichtungen ein, die höhere Werte ermöglichen.

Die Aluserie wird sukzessive um Verschraubungen in anderen Bauformen erweitert. Bisher haben sich die Kühlwasseranschlüsse aus korrosionsbeständigem Aluminium bereits an Kühlaggregaten für die Elektronik in Windkraftanlagen bewährt. Weitere Einsatzgebiete sind Stellen, an denen es beim Betrieb der Kühlung zu Vibrationen kommt oder wo die Verbindungen mit Gewichtskräften belastet werden können, zum Beispiel an Roboterarmen.

* Thomas Maier ist kaufmännischer Geschäftsführer der Eisele Pneumatics GmbH & Co. KG in 71332 Waiblingen

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