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Studie

Künstliche Intelligenz verändert die Spielregeln – und erhöht die Gewinne

| Autor: Robert Horn

IBM setzt auf künstliche Intelligenz. In München arbeitet man deshalb unter anderem mit BMW zusammen.
IBM setzt auf künstliche Intelligenz. In München arbeitet man deshalb unter anderem mit BMW zusammen. (Bild: Tom Maurer)

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz wird weitreichende Folgen haben. Nach einer Studie hat die Technologie das Potenzial, Unternehmensgewinne bis 2038 um durchschnittlich 38 % zu steigern.

Die Studie mit dem Titel „How AI boosts industry profits and innovation“, herausgebracht vom Beratungsunternehmen Accenture, untersucht die Auswirkungen des Einsatzes von künstlicher Intelligenz auf die Wertschöpfung von Unternehmen in mehreren Industrieländern. Demnach werden vor allen Dingen die IT- und Kommunikationsbranche, das produzierende Gewerbe und die Finanzdienstleister von künstlicher Intelligenz profitieren. Laut Studie hat ihre Bruttowertschöpfung bis 2035 ein Wachstumspotenzial von 4,8 %, 4,4 % und 4,3 % pro Jahr. Das wäre alleine für diese Wirtschaftszweige eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von 5,38 Bio. Euro.

Das Wachstum in einzelnen Branchen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz bis 2038.
Das Wachstum in einzelnen Branchen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz bis 2038. (Bild: Accenture)

Aber auch in anderen Sektoren ließen sich die Gewinne durch den Einsatz von schlauen Algorithmen erhöhen. Die Studie sieht in beschäftigungsintensiven, aber zuwachsschwachen Branchen wie dem Bildungswesen und dem sozialen Dienstleistungsbereich einen Zuwachs von 98 und 194 Mrd. Euro.

„Künstliche Intelligenz wird die Spielregeln des Wettbewerbs neu definieren. Diese noch neue Variable in der Produktion kann sich äußerst positiv auf die Ertragslage von Unternehmen auswirken”, so Matthias Ziegler, Leiter Emerging Technology & Innovation bei Accenture Deutschland, Österreich, Schweiz. „Um diese riesige Wachstumschance zu nutzen, sollten Unternehmen jetzt handeln und Strategien für künstliche Intelligenz entwickeln, bei denen die Befähigung des Menschen im Mittelpunkt steht.“

Künstliche Intelligenz macht effizient

Umsatzrenditen in einzelnen Branchen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz bis 2038.
Umsatzrenditen in einzelnen Branchen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz bis 2038. (Bild: Accenture)

Der Einsatz von kognitiven Systemen dient vor allem der Effizienz. So ließe sich etwa der Einsatz der Belegschaft intelligenter planen, Warenströme oder Auftragsreihenfolgen resilient, also krisenfest, anlegen. In der industriellen Fertigung sei so eine Steigerung der Umsatzrendite um fast 40 % möglich, in der Logistik sogar 44 %.

Voraussetzung dafür ist aber auch die nachhaltige Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter, um Kompetenzen im Umgang mit intelligenten Maschinen aufzubauen.

„In den kommenden Jahrzehnten wird Künstliche Intelligenz einen immer höheren Reifegrad erlangen. Der gesamtwirtschaftliche Blick auf diese Entwicklung zeigt, dass sich Unternehmen aller Branchen erhebliche Vorteile durch die Nutzung der Technologie bieten”, sagt Jürgen Pinkl, Geschäftsführer des Bereichs Technology bei Accenture. „Ob durch Prozessoptimierung mit Hilfe intelligenter Automatisierung, Erweiterung menschlicher Fähigkeiten und physischer Produktionsmittel oder als Treiber von Innovation: Künstliche Intelligenz wird Profitabilität und Wirtschaftswachstum nachhaltig beeinflussen.”

Bereits 2016 hat Accenture eine Studie zur Wirkung von künstlicher Intelligenz veröffentlicht. Danach sollte das Wirtschaftswachstum in Deutschland durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz um jährlich 3 % (von 1,9 %) steigen. Das entspricht einer zusätzlichen Bruttowertschöpfung von einer Billion Euro für den gesamten Zeitraum. Außerdem würde die Produktivität der Beschäftigten um 29 % steigen, da viele Arbeitsabläufe effizienter gestaltet wären.

Die 2016er-Studie von Accenture sieht eine starke Produktivitätssteigerung durch den Einsatz von KI.
Die 2016er-Studie von Accenture sieht eine starke Produktivitätssteigerung durch den Einsatz von KI. (Bild: Accenture)

Ergänzendes zum Thema
 
Über die Studie
Vortext

Das Erwachen der künstlichen Intelligenz

Cognitive Computing

Das Erwachen der künstlichen Intelligenz

10.03.17 - Die vernetzte Produktion, die Digitalisierung der Geschäftsprozesse, kurz Industrie 4.0, beschäftigt die Industrie schon seit Jahren. Cloud Computing und Big-Data-Analysen sind in vielen Unternehmen etablierte Stützpfeiler der Digitalisierung. In letzter Zeit macht allerdings ein neuer, hochspannender Aspekt von Industrie 4.0 von sich reden, der bisher eher als Zukunftsmusik abgetan wurde: Die künstliche Intelligenz. lesen

Robert Horn
Über den Autor

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