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K. D. Feddersen

Kunststoff-Luftausströmer macht in Scania-Trucks das richtige Klima

| Redakteur: Peter Königsreuther

K. D. Feddersen bietet die Kunststoffe, Novares verarbeitet sie, und in Scania-Trucks kann man das Endergebnis in Form dieser Luftausströmer aus spritzgegossenen Kunststoffkomponenten begutachten.
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K. D. Feddersen bietet die Kunststoffe, Novares verarbeitet sie, und in Scania-Trucks kann man das Endergebnis in Form dieser Luftausströmer aus spritzgegossenen Kunststoffkomponenten begutachten. (Bild: Feddersen)

Die gesamte Baugruppe der in den neuen Scania-Trucks verbauten Luftausströmer, heißt es, erfordert wegen diverser Funktionalitäten der einzelnen Elemente den Einsatz unterschiedlicher Polymere. Der Verarbeiter Novares Löhne und der Hamburger Kunststoffdistributor K.D. Feddersen haben dafür die optimale Werkstoffkombination erarbeitet.

Die äußeren Lamellen werden laut K. D. Feddersen aus dem wärmestabilisierten, mit 30 % Glasfasern verstärkten Polyamid-6-Compound Akromid B3 GF 30 1 aus dem Hause Akro-Plastic gefertigt. Die hohe Chargenkonstanz und damit verbundene gleichbleibende Qualität von Akromid ermöglichten eine günstige Produktion und die einwandfreie Funktion der komplexen Baugruppe. Die Anforderungen des OEMs in Bezug auf Mechanik, Optik und Emissionen würden voll erfüllt.

Kunststoffschwindung im Materialmix von Vorteil

Im Montagespritzguss werden die Lagerstellen, auch Kämme/Leisten genannt, für die „Lamellenpakete“ erstellt, wie Feddersen sagt. Die Lamellen würden dabei formschlüssig mit Hostaform C9021 GV1/10, einem mit 10 % Glasfaser verstärkten POM aus dem Hause Celanese umspritzt. Wichtig ist ist, wie Feddersen betont, dass keine feste Verbindung entsteht, sondern die Lamellen beweglich bleiben. Die unterschiedliche Schwindung zwischen PA und POM ist aus diesem Grunde gewünscht und trägt nicht unerheblich zum Erfolg der Funktion bei, wie es weiter heißt. Entscheidend sei die gute Tribologie und eine gleichzeitig ausreichende Steifigkeit der Materialien. Die Thermoplaste wurden im Vorfeld mit der Hilfe von Christoph Gerling, dem Business Development Manager bei K.D. Feddersen, ausgewählt. Durch verschiedene Bemusterungen und die Optimierung des Spritzgießwerkzeuges, konnte das Zusammenspiel der Werkstoffe und Bauteile dann optimal gestaltet werden, so Feddersen.

Die Polymere erfüllen alle Emissionsanforderungen

Die Verbindungen zwischen den Bedienelementen und den Lamellen beziehungsweise Lüfterklappen bestehen ebenfalls aus einem POM von Celanese, heißt es, und zwar aus Hostaform C 9021 XAP². Auch dabei fokussierte man sich bei der Werkstoffauswahl und Konstruktion der Bauteile auf das tribologische Verhalten. Weil es sich um eine Anwendung im Automobilinnenraum handele, bestünden auch entsprechende Emissionsanforderungen, die durch die gewählten Hostaform-Typen bestens erfüllt würden.

K. D. Feddersen als Distributionspartner der Akro-Plastic und der Celanese halte beide Materialien an seinem Lager vor, so dass Novares innerhalb von 24 h wunschgemäß mit Material versorgt werde. Dadurch kann das Unternehmen außer der Produktion auch sein Lagermanagement effizient betreiben, heißt es.

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