Gute Zeiten Kunststoff- und Gummimaschinenbau glaubt an Rekordjahr

Redakteur: Peter Königsreuther

Der VDMA berichtet, dass die Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen positiv auf 2020 blicken. Auch das neue Jahr könnte zum Höhenflug werden.

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Der VDMA-Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinenfreut sich auf 2021. Auch das letzte Jahr war gar nicht schlecht, denn Rettung kam durch alles, was mit Verpackung, Hygiene (Bild) und Medizin zu tun hatte. 2021 könnte sogar zum Rekordjahr werden.
Der VDMA-Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinenfreut sich auf 2021. Auch das letzte Jahr war gar nicht schlecht, denn Rettung kam durch alles, was mit Verpackung, Hygiene (Bild) und Medizin zu tun hatte. 2021 könnte sogar zum Rekordjahr werden.
(Bild: K. Knobelmann)

Trotz Corona, Lockdowns und anderer Fährnisse, war 2020 für die oben genannte Branche gar nicht so übel, wenn man die Ausführungen der VDMA-Abteilung Kunststoff- und Gummimaschinen verfolgt. Der, vor Kurzem wieder im Amt bestätigte, Fachverbandsvorsitzende Ulrich Reifenhäuser, blickt zurück: „Nach einem schwierigen Jahresstart, zogen die Auftragseingänge ab Sommer wieder kräftig an.“ Diesen Auftrieb, heißt es weiter, befeuerten natürlich alle Polymerprodukte, die den Hygienesektor, die Verpackungsbranche und die Medizintechnik unterstützten, nebst zugehöriger Verarbeitungssysteme.

Auch die Automobilbranche ist wieder mutiger geworden und investiert. Außerdem boomt es im Bausektor. Das in Summe, bescherte den Betreffenden im Vergleich zu 2019 ein Plus von 7 Prozent, in puncto Auftragseingang, hat der VDMA ausgerechnet. Dennoch kam es zu einem Umsatzminus von 12 Prozent, weil die negative Entwicklung des vorletzten Jahres noch ins Jahr 2020 ausstrahlte, so der VDMA.

Schon im April 2021 hatten sich das Auftragsvolumen im Vergleichszeitraum 2020 aber fast verdoppelt. Auch der Umsatz ist mit rund 8 Prozent Steigerung stabil.

Es könnte ein sehr starkes Jahr werden

Getrieben von diesen starken Auftragseingängen, rechnen viele Unternehmen aus dem Kunststoff- und Gummimaschinenbau für dieses Jahr mit einem Rekordergebnis, lässt der VDMA wissen. Der Fachverband prognostiziert deshalb ein Umsatzplus von mindestens 10 Prozent. Darüber hinaus bleiben die Megatrends Circular Economy und Klimaschutz durch CO2-Reduktion in Verbindung mit der Digitalisierung die dominanten Themen. Das werde sich auch auf der im nächsten Jahr stattfindende K-Messe mit vielen Innovationen widerspiegeln.

Ausländische Treiber sind China und die USA

Mit Blick auf die ausländischen Märkte gingen die Exporte der deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenbauer im Jahre 2020 insgesamt um 11 Prozent zurück. Doch die Lieferungen in die USA, stiegen um 8 Prozent. Damit führen die USA, als wichtigster Absatzmarkt für deutsche Kunststoff- und Gummimaschinen, wieder die Spitze an. China folgt auf Platz zwei, mit leicht rückläufigen Exporten (minus 3 Prozent). Aber die Produktion von Kunststoff- und Gummimaschinen laufe vor Ort – auch die der ausländischen Hersteller – auf Hochtouren, weil die Nachfrage dort boome. In der Gesamtschau zeichnet sich das Bild, dass China auch weiter der bedeutendste Absatzmarkt für deutsche Kunststoff- und Gummimaschinen bleibt.

Sorgenfalten durch angespannte Versorgungslage

„Konjunkturell läuft es aktuell wieder sehr gut für die Branche“, kommentiert auch Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des Fachverbandes. Allerdings habe dies auch seine Schattenseiten. Und zwar bei den angespannten Lieferketten, mit Blick auf die Verfügbarkeit von notwendigen Rohstoffen und Komponenten. Speziell die Engpässe bei der Versorgung mit Kunststoffen, die die Investitionslaune der Verarbeiter drückt sowie das Gleiche bei den Metallen und Elektronikkomponenten, könnte bald zu der paradoxen Situation führen, dass die Maschinenbauer trotz voller Auftragsbücher die Produktion drosseln müssen.

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