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Recycling und Nachhaltigkeit

Kunststoffverarbeiter baut auf geschlossene Kreislaufwirtschaft

| Autor/ Redakteur: Julia Uptmoor / Peter Königsreuther

Mit „Pöppelmann blue“ setzt die Pöppelmann-Gruppe im letzten Jahr ein deutliches Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in der Praxis.

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Mit der Initiative Pöppelmann blue strebt die Unternehmensgruppe in allen Divisionen geschlossene Materialkreisläufe für Kunststoffprodukte an.
Mit der Initiative Pöppelmann blue strebt die Unternehmensgruppe in allen Divisionen geschlossene Materialkreisläufe für Kunststoffprodukte an.
(Bild: Kaapke GmbH)

Kunststoff ist das Material der Zukunft – und das schon seit 1902. Viele Produkte aus Metall, Karton oder Glas werden heute durch Hochleistungskunststoffe ersetzt. Das deutlich geringere Gewicht, die Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit sowie ihre besondere Schutzfunktion sind nur ein kleiner Ausschnitt der Vorteile, die Kunststoffprodukte auszeichnen. Gleichzeitig hat die Problematik der Meeresverschmutzung eine kritische Diskussion über Kunststoff als Werkstoff entfacht.

Die Europäer erzeugen nach Angabe der Europäischen Kommission jedes Jahr 25 Mio. Tonnen Kunststoffabfälle. Angesichts von Klimawandel, Umweltverschmutzung, Bevölkerungswachstum und Ressourcenabhängigkeit sind Umwelt- und Klimaschutz zur globalen Herausforderung geworden. Die im Januar 2018 verabschiedete European Strategy for Plastics in a Circular Economy der Europäischen Kommission soll den Grundstein für eine neue und nachhaltige europäische Kunststoffwirtschaft legen. Wiederverwertbarkeit und die Suche nach Alternativen stehen dabei im Mittelpunkt. Die Kunststoffindustrie ist damit zu einem noch verantwortungsvolleren Umgang mit dem wertvollen, langlebigen Material aufgerufen.

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Teilweise schon 100-%-Rezyklatanteil im Produkt

Für die Pöppelmann GmbH & Co. KG schon längst ein Anspruch: Das Unternehmen aus dem niedersächsischen Lohne ist einer der führenden Hersteller in der Kunststoff verarbeitenden Industrie. Mit mehr als 2000 Mitarbeitern, fünf Produktionsstandorten und vier verschiedenen Geschäftsfeldern beliefert Pöppelmann ganz unterschiedliche Branchen in über 90 Ländern mit seinen Produkten – von der Automobilindustrie, über den kommerziellen Gartenbau, Maschinen- und Apparatebau, die Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie bis hin zur Medizintechnik. Die Nutzung von Recyclingmaterialien ist bereits seit Langem ein wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens: Seit über 20 Jahren kommen bei Pöppelmann Rezyklate in den verschiedenen Geschäftsbereichen zum Einsatz. Das sind überwiegend Post-Industrial-Rezyklate, also Produktionsabfälle aus anderen Produktionsprozessen. In der Division Pöppelmann-TEKU, der Gartenbau-Sparte des Unternehmens, liegt der Anteil von Rezyklaten für die verschiedenen Pflanzentöpfe bei bis zu 100 %. Auch bei Pöppelmann-K-TECH, dem Geschäftsbereich Automotive, werden heute bereits Recyclingmaterialien im technischen Bereich eingesetzt.

Kunststoffprodukte mit maximalem Schonfaktor

Kunststoffherstellung verpflichtet – davon ist man bei Pöppelmann überzeugt, wie Torsten Ratzmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, unterstreicht: „Der nachhaltige Einsatz von Ressourcen ist eine globale Herausforderung. Als Industrieunternehmen im Bereich der Kunststoffverarbeitung sehen wir uns besonders in der Pflicht, unsere Produkte und Prozesse so umweltverträglich wie möglich zu gestalten.“ Das beginnt nach Ansicht des Entscheiders bereits in der Entwicklung mit der Analyse der ökologischen Aspekte und zieht sich durch den gesamten Lebenszyklus der Pöppelmann-Erzeugnisse. „Unser erklärtes Ziel lautet, die Nutzerbedürfnisse, wirtschaftliches Handeln, technische Machbarkeit und ökologisches Denken in Einklang zu bringen“, so Ratzmann.

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