Anbieter zum Thema
An Wasserstoff-Zellen hatte Hahn schon im Rahmen des 2007 abgeschlossenen Programms Pro-Zell Erkenntnisse gewonnen. Bei diesem Projekt des Forschungsministeriums, das vom IZM koordiniert wurde, stand die kostengünstige Fertigung im Mittelpunkt. Deshalb wurde laut Hahn versucht, alle wesentlichen Prozessschritte in ein Rolle-zu-Rolle-Anlagenkonzept für die Herstellung planarer Energiewandler — PEMFC — auf Folienbasis zu integrieren, die mit knopfartigen Gasspendern — Entwicklungszellen für Wasserstoff von Varta Microbattery — kombiniert wurden. Mit der im Rahmen des Projekts entwickelten Anlage ist schließlich ein Durchsatz von 1000 bis 2000 Stück pro Stunde erreicht worden. Dadurch könnten sich die Kosten im Vergleich zu einer Lithium-Ionen-Batterie deutlich verringern, sagt Hahn.
Das Ziel sind hochintegrierte Funktionssysteme mit Zink-Luft-Brennstoffzellen als Träger
Diese Zellen wären für Leistungen bis 1 W geeignet - also nicht für Laptops oder Handys, aber wohl für autonome Sensoren. Bei dieser Größenordnung setzt im Rahmen der Leitinnovation Mikrobrennstoffzelle auch das Projekt Zi-Lu-Zell an, an dem das Bremer Institut für Meßtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) mitwirkt.
Das Ziel sind hochintegrierte Funktionssysteme, bei denen eine Zink-Luft-Brennstoffzelle als Träger fungiert — „chips on cell“ nennt das Dipl.-Ing. Michael Sorg, der an dem Bremer Institut für die Arbeiten an diesem Konzept verantwortlich ist. Es lässt sich keiner der üblichen Bauformen zuordnen, denn sämtliche Funktionen sind Bestandteil einer Schichtstruktur, in der auch Wasserstoff durch die Reaktion von Zink mit Luftsauerstoff gebildet und durch gerichtete Poren transportiert wird.
Nanotechnik-Messe präsentiert Zwischenergebnisse
Während der Nanotechnik-Messe Minat Anfang Oktober in Stuttgart stellten alle Projektgruppen der Leitinnovation Zwischenergebnisse vor. Dabei bestätigte sich der Trend zu Methanol und zur kostengünstigen Fertigung.
Die FWB GmbH, Pirmasens, nutzt zum Beispiel das Spritzgießen, um die Hauptkomponenten einer Methanolzelle herzustellen; und die Micronas GmbH, Freiburg, bringt ihr Know-how aus der Elektronikfertigung in eine Projektgruppe ein, die autonome Funktionselemente — etwa Leuchtdioden — mit den angeblich kleinsten Wasserstoff-Brennstoffzellen des gesamten Projekts herstellen will. In diesem Fall läuft das Konzept unter dem Titel „cells on chip“.
(ID:276813)