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BOI: Composyst

Leichte Konstruktion einer Aufzugskabine

| Redakteur: Susanne Hertenberger

Sie ist noch ein Prototyp, trotzdem wurde die Aufzugskabine Lace von Composyst schon mehrfach ausgezeichnet und weist neue Wege in der Leichtbautechnik.

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Funktionsintegrierter Leichtbau mit ansprechendem Design: Aufzugskabine aus faserverstärktem Kunststoff – die erste ihrer Art.
Funktionsintegrierter Leichtbau mit ansprechendem Design: Aufzugskabine aus faserverstärktem Kunststoff – die erste ihrer Art.
(Bild: Composyst GmbH)

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Neue Ideen bestimmen die Zukunft. Ganz besonders, wenn es um Wirtschaftlichkeit und Effizienz bei höchstem technologischen Fortschritt geht. Aus diesem Grund arbeitet der erfahrene Luftfahrtzulieferer Composyst bei der Neu- und Weiterentwicklung faserverstärkter Leichtbaustrukturen eng mit Industriepartnern zusammen. Für die Aufzugsfirma Wittur Holding GmbH entwickelte und gestaltete das Unternehmen eine Leichtbau-Aufzugskabine mit kohlefaser- und glasfaserverstärkten Bauteilen. Für das Design zeichnete die Münchner Agentur Stauss Processform verantwortlich.

Wenn geringes Gewicht und mechanische Belastbarkeit in der Aufgabenstellung eine hohe Bedeutung haben, ist die Verwendung von kohlefaser- und glasfaserverstärkten Kunststoffen sinnvoll. Unter dem Aspekt des Leichtbaus ist das Konzept Lace (Lightweight All Composite Elevator) die logische Schlussfolgerung für eine Aufzugskabine. Form und Konstruktion folgen diesem Anspruch.

Variable Beleuchtung

Dabei wurden auch die Möglichkeiten der unterschiedlichen Erscheinungsformen solcher Kunststoffbauteile genutzt: In der Mitte jeder Aufzugswand wurde ein halbtransparentes „Lichtpaneel“ integriert, das Tageslicht in die Kabine bringt, aber auch aktiv beleuchtet werden kann. Faserverstärkte Kunststoffbauteile besitzen ein großes Potenzial in der Architektur und Innenarchitektur, das noch kaum genutzt wird. Stabilität, Gewicht und Ästhetik sind bestechend.

Die Konstruktion aus vier Eckelementen und dazwischen liegenden Paneelen ermöglicht mit Lace den Bau verschiedener Kabinengrößen unter flexibler Verwendung von Gleichteilen. Zudem können nach Bedarf auch transluzente Zwischenpaneele eingesetzt werden. Die Deckenbeleuchtung besteht aus einer transluzenten, rahmenlosen Wanne in glasfaserverstärktem Kunststoff. Zur besseren Revisionierbarkeit und Reinigung ist ein Klappsystem entwickelt worden. Die Lichtdecke reflektiert sich in den Wänden, verleiht dem Raum optisch die neunfache Größe und ermöglicht den Eintritt von Kunst- oder Tageslicht. Der Kabinenboden besitzt eine zurückgesetzte Sockelleiste auf der planaren Wand, wodurch eine Schattenfuge entsteht. Ein Freiraum in der „Sandwich-Bauweise“ dient als Kanal und sorgt für die notwendige Kabinenbelüftung.

Mehrfach ausgezeichneter Prototyp

Der Lace-Prototyp wurde zum ersten Mal auf der Messe Interlift 2015 in Augsburg erfolgreich präsentiert. Im folgenden Jahr war die Aufzugskabine in der Ausstellung „Universal Design“, die anlässlich der Munich Creative Business Week (MCBW 2016) im Oskar-von-Miller-Forum in München gezeigt wurde, eines der vorgestellten Projekte zu dem Thema „Design für alle“. Das innovative Projekt überzeugte nicht nur das Publikum, sondern auch die Experten. Im Rahmen der MCBW wurden Composyst und die Wittur Holding GmbH mit den beiden renommierten Preisen „Universal Design Expert Favorite 2016“und „Universal Design Consumer Favorite 2016“ ausgezeichnet.

Zusätzlich bekam Composyst für das Projekt Lace auf der JEC, der Weltleitmesse für faserverstärkte Kunststoffbauteile in Paris, den JEC-Innovation-Award 2016 verliehen.

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* Weitere Informationen: Composyst GmbH, 86857 Hurlach, www.composyst.com

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