BOI: Composyst Leichte Konstruktion einer Aufzugskabine
Sie ist noch ein Prototyp, trotzdem wurde die Aufzugskabine Lace von Composyst schon mehrfach ausgezeichnet und weist neue Wege in der Leichtbautechnik.
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Neue Ideen bestimmen die Zukunft. Ganz besonders, wenn es um Wirtschaftlichkeit und Effizienz bei höchstem technologischen Fortschritt geht. Aus diesem Grund arbeitet der erfahrene Luftfahrtzulieferer Composyst bei der Neu- und Weiterentwicklung faserverstĂ€rkter Leichtbaustrukturen eng mit Industriepartnern zusammen. FĂŒr die Aufzugsfirma Wittur Holding GmbH entwickelte und gestaltete das Unternehmen eine Leichtbau-Aufzugskabine mit kohlefaser- und glasfaserverstĂ€rkten Bauteilen. FĂŒr das Design zeichnete die MĂŒnchner Agentur Stauss Processform verantwortlich.
Wenn geringes Gewicht und mechanische Belastbarkeit in der Aufgabenstellung eine hohe Bedeutung haben, ist die Verwendung von kohlefaser- und glasfaserverstĂ€rkten Kunststoffen sinnvoll. Unter dem Aspekt des Leichtbaus ist das Konzept Lace (Lightweight All Composite Elevator) die logische Schlussfolgerung fĂŒr eine Aufzugskabine. Form und Konstruktion folgen diesem Anspruch.
Variable Beleuchtung
Dabei wurden auch die Möglichkeiten der unterschiedlichen Erscheinungsformen solcher Kunststoffbauteile genutzt: In der Mitte jeder Aufzugswand wurde ein halbtransparentes âLichtpaneelâ integriert, das Tageslicht in die Kabine bringt, aber auch aktiv beleuchtet werden kann. FaserverstĂ€rkte Kunststoffbauteile besitzen ein groĂes Potenzial in der Architektur und Innenarchitektur, das noch kaum genutzt wird. StabilitĂ€t, Gewicht und Ăsthetik sind bestechend.
Die Konstruktion aus vier Eckelementen und dazwischen liegenden Paneelen ermöglicht mit Lace den Bau verschiedener KabinengröĂen unter flexibler Verwendung von Gleichteilen. Zudem können nach Bedarf auch transluzente Zwischenpaneele eingesetzt werden. Die Deckenbeleuchtung besteht aus einer transluzenten, rahmenlosen Wanne in glasfaserverstĂ€rktem Kunststoff. Zur besseren Revisionierbarkeit und Reinigung ist ein Klappsystem entwickelt worden. Die Lichtdecke reflektiert sich in den WĂ€nden, verleiht dem Raum optisch die neunfache GröĂe und ermöglicht den Eintritt von Kunst- oder Tageslicht. Der Kabinenboden besitzt eine zurĂŒckgesetzte Sockelleiste auf der planaren Wand, wodurch eine Schattenfuge entsteht. Ein Freiraum in der âSandwich-Bauweiseâ dient als Kanal und sorgt fĂŒr die notwendige KabinenbelĂŒftung.
Mehrfach ausgezeichneter Prototyp
Der Lace-Prototyp wurde zum ersten Mal auf der Messe Interlift 2015 in Augsburg erfolgreich prĂ€sentiert. Im folgenden Jahr war die Aufzugskabine in der Ausstellung âUniversal Designâ, die anlĂ€sslich der Munich Creative Business Week (MCBW 2016) im Oskar-von-Miller-Forum in MĂŒnchen gezeigt wurde, eines der vorgestellten Projekte zu dem Thema âDesign fĂŒr alleâ. Das innovative Projekt ĂŒberzeugte nicht nur das Publikum, sondern auch die Experten. Im Rahmen der MCBW wurden Composyst und die Wittur Holding GmbH mit den beiden renommierten Preisen âUniversal Design Expert Favorite 2016âund âUniversal Design Consumer Favorite 2016â ausgezeichnet.
ZusĂ€tzlich bekam Composyst fĂŒr das Projekt Lace auf der JEC, der Weltleitmesse fĂŒr faserverstĂ€rkte Kunststoffbauteile in Paris, den JEC-Innovation-Award 2016 verliehen.
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* Weitere Informationen: Composyst GmbH, 86857 Hurlach, www.composyst.com
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