Formvorbereitung

Letzter entscheidender Schritt vor der Serienfertigung

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Eine seit über 50 Jahren bestehende Antwort darauf sind lösemittelbasierte Produkte, die vielfach länger wirken – je nach Harz, Faser und Kavitätsoberfläche bis zu einigen Hundert Zyklen. Diese sogenannten semipermanenten Trennmittel sind in der Serienfertigung attraktiv, weil sie nach dem Auftragen weniger häufig erneuert werden müssen und relativ schnell aushärten und vernetzen. Semipermanente Trennmittel werden nach der Formenreinigung – häufig zu Beginn einer Arbeitsschicht – auf die saubere, heiße Form aufgesprüht und „eingebrannt“.

Inzwischen ist jedoch bei diesen Trennmitteln das organische Lösemittel, das diese Produkte streich- oder sprühbar macht, problematisch. Viele FVK-Verarbeiter suchen aus Gründen des Gesundheits- und Umweltschutzes nach Alternativen. Sie wollen keine Lösemittel mehr am Arbeitsplatz.

Umweltverträglichkeit spricht für wasserbasierte Trennmittel

Folglich haben die Hersteller in jüngster Vergangenheit viel geforscht, um semipermanente Trennmittel auf Wasserbasis auf den Markt zu bringen. Peter Heidecker, Vertriebsmanager bei Zyvax, Ellijay (Georgia/USA) für die Produkte Enviro Shield, Fiberglass Shield, Water Shield und Flex-Z im asiatisch-pazifischen Raum, sieht in vielen Ländern eine deutliche Abkehr von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC): „Einerseits treibt die Sorge um die Gesundheit die staatliche Regulierung voran, andererseits werden die Transportkosten für VOC-haltige Produkte immer höher.“ Zudem bieten Trennmittel auf Wasserbasis die Möglichkeit, die Stoffe bei der Entsorgung nicht als Sonderabfall deklarieren zu müssen.

VOC- und HAP-Anteil in Arbeitshilfsstoffen beschäftigt die Verarbeiter

Dennoch ist noch viel zu tun. Loren Nauss, Manager Anwendungstechnik bei der Henkel Corporation, Rocky Hill (USA) – eine Tochter der Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf, dem Hersteller der Produktreihe Frekote –, stellt fest: „Der VOC- und HAP-Anteil in allen Arbeitshilfsstoffen der FVK-Industrie beschäftigt weiterhin die Verarbeiter.“ In den USA wurde zum Beispiel mit dem US-Standard Maximum Achievable Control Technology (MACT) ein Zeichen gesetzt. HAP ist das Kürzel für die englische Bezeichnung „hazardous air pollutant“: gefährliche Luftschadstoffe.

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