Formvorbereitung

Letzter entscheidender Schritt vor der Serienfertigung

Seite: 4/6

Anbieter zum Thema

Die Konstruktion von FVK-Bauteilen und -Strukturen ist oftmals zeitaufwendig. Nach der Fertigstellung der Form drängt daher verständlicherweise die Bauteilfertigung. Ist die Kavitätsoberfläche jedoch nicht richtig für die Serienfertigung vorbereitet, wird sich das in einer schlechteren Bauteilqualität und einer verkürzten Formstandzeit niederschlagen.

Wie viel Zeit sollte man daher in die Vorbereitung investieren? Es sei besser, den dafür benötigten Zeitaufwand zu akzeptieren, weil sich damit die Nachbearbeitung der Bauteile auf ein Minimum reduzieren lasse, betont Robert Renshaw, CEO von Rexco Mold Care Products, Conyers (Georgia/USA), dem Hersteller der Produktserien Partall und Formula Five. „Für die Serienfertigung eignet sich nur eine fehlerfreie, langlebige Form.“ In dem Augenblick, in dem die Kavitätsoberfläche nachgebessert werden müsse, steige der Aufwand für die Nachbearbeitung der Teile.

Fragebögen und Arbeitsblätter helfen bei der Produktauswahl

Wie eine Form auf die Serienfertigung vorzubereiten ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab: von den Prozessparametern, dem Formwerkstoff, der Bauteilgröße, -geometrie und Kavitätsoberfläche. Die meisten US-amerikanischen Lieferanten von Produkten zur Formpflege haben daher Fragebögen oder Arbeitsblätter vorbereitet, um Kunden bei der Produktauswahl fachgerecht zu unterstützen.

Für offene und geschlossene Prozesse werden häufig Formen mit Gelcoats verwendet. Die Vorbereitung dieser nicht metallischen Formen ist laut Finn jedoch nicht immer einfach. So kann die Benetzung mit Trennmitteln Schwierigkeiten bereiten. Trotz eines guten Trennmittels könne daher der Entformprozess das Bauteil beschädigen. Auch Finn rät daher zur engen Zusammenarbeit zwischen Lieferant und Bauteilhersteller bei der Produktauswahl. Bei Metallformen kann der Entformprozess dagegen durch eine Oberflächenversiegelung gefördert werden. Von hoher Wichtigkeit bei der Vorbereitung jeglicher Form sind die Sauberkeit der Kavität und das Auftragen verschiedener Funktionsschichten.

Sauberkeit ist höchstes Gebot. Jeder befragte Lieferant verweist auf die Wichtigkeit einer sauberen Kavitätsoberfläche, bevor die Versiegelung und das Auftragen des Trennmittels erfolgen. „Die Bauteilhersteller müssen begreifen, dass Trennmittel auf schmutzigen Oberflächen nur bedingt wirksam sind“, sagt Finn.

Kavität vor dem Auftragen der Versiegelung gründlich

Henkel-Manager Nauss rät: „Achten Sie unbedingt auf eine gründliche Reinigung der Kavität vor dem Auftragen der Versiegelung und des Trennmittels. Ungeeignete Reinigungsmittel führen dazu, dass Trennmittel schlecht wirken. Passen Sie auch auf, dass nicht zu viel Trennmittel aufgetragen wird. Dies führt zu Ablagerungen in der Mulde, zu Verfärbungen und verschlechert die Entformung.”

(ID:28142380)