Formvorbereitung

Letzter entscheidender Schritt vor der Serienfertigung

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Außerdem war die Entwicklung geeigneter Trennmittel auf Wasserbasis nicht einfach. Sie stellte die Hersteller vor große Herausforderungen. So verdunstet Wasser langsamer als organisches Lösemittel. Bei den ersten Produkten war nicht nur das problematisch, sondern auch die kürzere Haltbarkeit.

Alle Schwierigkeiten scheinen bis heute noch nicht vollständig beseitigt zu sein. Obwohl mittlerweile viele Anbieter Trennmittel auf Wasserbasis im Programm haben, gibt es bei der nachhaltigen Marktetablierung noch Zweifel.

Trennmittel auf Wasserbasis stoßen bei Großserien auf Skepsis

Beim Anbieter Zyvax wurden die Aushärtungszeiten zwischen wasserbasierten und lösemittelhaltigen Trennmitteln anhand eigener Produkte miteinander verglichen: Bei den wasserbasierten Produkten Enviro Shield lag die Trocknungsdauer zwischen dem Auftragen der einzelnen Schichten bei 15 min und die Wartedauer bis Fertigungsbeginn bei 30 min.

Im Vergleich dazu wurden mit den lösemittelhaltigen Produkten Flez-Z jeweils 15 min erreicht. Laut Tannis Laymann, Vertriebsleiter Nordamerika bei Zyvax, zeigt dieser Vergleich die Konkurrenzfähigkeit wasserbasierter Produkte: „Bereits 70% unseres weltweiten Vertriebs sind im vergangenen Jahr auf umweltverträgliche Produkte entfallen.“

Andere Zulieferer berichten, dass wasserbasierte Produkte erst dabei sind, sich auf dem Markt für Trennmittel zu etablieren. Nancy Teufel, Produktmanagerin beim Hersteller Axel Plastics, Woodside (New York/USA), dessen Produkte Xtend und Moldwiz auf Lösemittel- beziehungsweise Wasserbasis hergestellt werden, sagt: „Zwar haben viele Anwender die Umweltvorteile der Trennmittel auf Wasserbasis erkannt, doch zögern die meisten bei der Anwendung.“

Vor allem bei der Herstellung von Großserienteilen aus FVK muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Aufgrund der längeren Aushärtungszeiten seien die Serienhersteller noch skeptisch, beobachtet die Axel-Produktmanagerin.

Hersteller von FVK-Bauteilen erhalten Hilfe bei der Umstellung

Mark Finn, Vertriebsmanager im Geschäftsbereich McLube der McGee Industries Inc., Aston (Pennsylvania/USA), die am Markt die Produktserie MAC einführte, registriert zwar einen Trend zu wasserbasierten Trennmitteln, doch seien diese nicht immer verwendbar.

„Die Mehrheit unserer Kunden bevorzugt umweltverträgliche Produkte”, berichtet Finn. „Falls möglich, unterstützen wir daher die Bauteilhersteller bei der Umstellung.“ Der Trend zu Trennmitteln auf Wasserbasis werde sich aufgrund der besseren Umweltverträglichkeit und der leichteren Handhabung bei den FVK-Bauteilherstellern fortsetzen.

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