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Industrielle LED-Beleuchtung

Licht und Schatten am Arbeitsplatz

| Autor / Redakteur: Jan Leins / Frauke Finus

Das item Baukastensystem ermöglicht die schattenfreie Beleuchtung eines Arbeitsbereiches von drei Seiten.
Das item Baukastensystem ermöglicht die schattenfreie Beleuchtung eines Arbeitsbereiches von drei Seiten. (Bild: Item)

Unterschätzt, aber doch so bedeutend – bei der idealen Gestaltung des industriellen Arbeitsplatzes spielt Licht häufig eine untergeordnete Rolle. Das ist verwunderlich, wirkt sich eine gute Ausleuchtung doch nachweisbar positiv auf die Konzentration der Mitarbeiter aus, senkt die Fehlerquote und erhöht letztendlich die Produktivität. Auch ergonomische Aspekte sprechen für die Auswahl geeigneter LED-Leuchten.

Schlechte Lichtverhältnisse am industriellen Arbeitsplatz führen zu Ermüdungserscheinungen, Zwangs- und Fehlhaltungen sowie anderen Gesundheitsbeschwerden. Die Ursachen liegen in einer zu geringen, zu starken oder blendenden Beleuchtung, flackerndem Licht, überhöhter Schattenbildung und zu starken Kontrasten. Eine ergonomisch durchdachte LED-Beleuchtung dagegen beeinflusst die Arbeitsleistung positiv. Die relative Leistungssteigerung hängt dabei von der Art der Tätigkeit ab. So erzielt eine verbesserte Ausleuchtung vor allem bei schwierigen Aufgaben einen deutlichen Effizienzzuwachs. Eine gute Beleuchtung erhöht darüber hinaus die Sicherheit der Mitarbeiter im industriellen Umfeld. Stürze und andere Unfälle sind vermeidbar, da beispielsweise Treppen und weitere Gefahrenbereiche besser erhellt werden. Ist eine entsprechende Sensibilität für den Faktor Licht in der Produktion vorhanden, profitieren somit sowohl die Mitarbeiter als auch das Unternehmen.

Die Beleuchtungsstärke orientiert sich an der Sehaufgabe

Verschiedene Aspekte sind zu beachten, um eine ideale Arbeitsplatzbeleuchtung sicherzustellen. So sollte zunächst eine Analyse der Ist-Situation am Arbeitsplatz erfolgen, und zwar unter Berücksichtigung der Umgebungsbeleuchtung. Denn diese ist meist nicht ausreichend. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern analysiert der Planer die Sehaufgabe in Abhängigkeit von der Tätigkeit am Arbeitsplatz. Daran schließt sich die Auswahl des Leuchtmittels mit der erforderlichen Beleuchtungsstärke an. Diese ist ein Maß für das Licht, das auf eine Fläche auftrifft. Für grobe Tätigkeiten oder Arbeiten an Werkzeugmaschinen beispielsweise ist eine Beleuchtungsstärke von 300 Lux völlig ausreichend. Um dagegen feine und schwierige Tätigkeiten durchzuführen, wie in der Elektronikwerkstatt, benötigen Mitarbeiter mindestens 1.500 Lux.

Direkte und indirekte Blendung vermeiden

Bei hellem Licht mit hoher Beleuchtungsstärke steigt die Gefahr einer schädlichen Blendwirkung. Durch eine direkte Blendung sinkt die Konzentrationsfähigkeit des Mitarbeiters erheblich, weil sich das Auge ständig an unterschiedliche Lichtverhältnisse anpassen muss. Eine entsprechende Abschirmung und Ausrichtung der Leuchten schafft Abhilfe. „Um die schädliche Blendung nahezu zu eliminieren, setzen wir in unseren item LED-Leuchten Parabolspiegelraster ein“, erklärt Marius Geibel, Experte für Arbeitsplatzsysteme und Produktmanager bei item, dem weltweiten Marktführer im Bereich Systembaukästen für industrielle Anwendungen. „Herkömmliche LED-Leuchten haben zwar häufig eine hohe Helligkeit. Entscheidend ist aber nicht, dass die Leuchte hell erscheint, sondern der zu beleuchtende Arbeitsplatz.“ So nehmen Mitarbeiter die item Leuchten im eingeschalteten Zustand kaum wahr, der Arbeitsbereich ist aber vollständig ausgeleuchtet. Neben der direkten belastet auch die indirekte Blendung die Augen. Entstehen starke Reflexionen durch spiegelnde und glänzende Flächen in der unmittelbaren Nähe des Arbeitsplatzes, sind erschwertes Sehen und Ermüdungserscheinungen die Folge. Um das Licht den eigenen Bedürfnissen und der jeweiligen Arbeitsaufgabe optimal anzupassen, muss die Industrieleuchte ausrichtbar sein. item ermöglicht durch die Gelenkfunktion ihrer LED-Leuchten und die Kombination mit anderen Komponenten des item MB Systembaukastens einen gezielten Einsatz des Lichts. Stellt der Mitarbeiter seine Arbeitsplatzbeleuchtung somit individuell ein, vermeidet er Zwangs- und Fehlhaltungen und arbeitet, ohne zu ermüden. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht zu werden, sind für die item LED-Leuchten zusätzlich Dimmer verwendbar, die das Licht individuell regeln.

Konzentrationssteigerung durch homogenes Licht

Flackerndes Licht erzeugt Unruhe und Stress. Empfindliche Menschen nehmen das Flimmern bereits bei einer Taktfrequenz von 50 Hertz wahr. Daher sollte die Frequenz der LED-Leuchten deutlich höher sein. Auch die Lichtfarbe hat einen erheblichen Einfluss auf das Leistungsvermögen an Arbeitsplätzen. Während warmweißes Licht (circa 2.500 Kelvin) beruhigend wirkt, hat kaltweißes Licht (circa 6.000 Kelvin) eine anregende Wirkung. Im industriellen Umfeld wird eine Lichtfarbe von 4.000 Kelvin empfohlen und als angenehm empfunden. In dem Zusammenhang kommt auch der natürlichen Farbwiedergabe eine besondere Bedeutung zu. So hat sich ein Richtwert von > 0,85 für den Farbwiedergabeindex Ri im industriellen Umfeld bewährt. Unangenehm und belastend ist eine Arbeitssituation, in der mehrere sich überlagernde Schatten den Prozessbereich beeinträchtigen. Zahlreiche Spots in Industrieleuchten erzeugen diese harten sogenannten Multischatten. Das Ergebnis ist ein unruhiges Muster auf der Arbeitsfläche und eine damit verbundene starke Beanspruchung der Augen. item schafft da Abhilfe. Zum Einsatz kommt hochwertige LED-Technik in Verbindung mit Diffusorscheiben, die für eine homogene Beleuchtung mit weichen Schatten sorgen.

LED-Beleuchtung: effizient, wartungsarm und modular

LED-Leuchten punkten durch eine hohe Leistungsfähigkeit bei niedrigem Energieverbrauch. Die Lebensdauer von bis zu 50.000 Betriebsstunden ermöglicht einen wartungsarmen Betrieb. Damit entfällt auch der bei herkömmlichen Leuchten häufig notwendige Austausch der Leuchtmittel. Bei aufwändigen und anspruchsvollen Lichtszenarien ist häufig ein modularer Aufbau der Beleuchtung sinnvoll. Das item Baukastensystem ermöglicht die schattenfreie Beleuchtung eines Arbeitsbereiches von drei Seiten. Einfache Steckvorrichtungen reduzieren dabei den Installationsaufwand erheblich. Somit ist auch bei komplexen Montagearbeiten eine optimale Ausleuchtung gegeben.

Bedarfsgerechte Zusatzbeleuchtung

Einige Zeit nach der Umsetzung des Beleuchtungskonzeptes und der vorgenommenen Installation der LED-Leuchten ist es empfehlenswert, erneut eine Ist-Analyse mit allen Beteiligten durchzuführen. „Nach einer Nutzungsdauer von ein bis zwei Monaten macht eine nochmalige Bewertung des Arbeitsplatzes durchaus Sinn“, erklärt Marius Geibel. „So ist manchmal eine zusätzliche Punktbeleuchtung erforderlich, um Arbeiten optimal ausführen zu können.“ Für diese Fälle bieten sich die item LED-Strahler als weitere Lichtquellen an. Die spotartige Zusatzbeleuchtung erhellt selbst Bereiche, die von der übrigen Beleuchtung nicht erreicht werden. Der Einsatz der flexiblen, kleinen, aber leistungsstarken Strahler ist besonders vorteilhaft, wenn es auf sehr feine Details ankommt. Dies ist häufig bei kniffeligen Montagen oder bei der Oberflächen-inspektion in der Qualitätssicherung der Fall. Darüber hinaus ermöglichen die Lupenleuchten von item eine konzentrierte Vergrößerung erhellter Bereiche durch hochwertige Linsen.

Mit dem Wohlbefinden steigt die Produktivität

Durch den Einsatz hochwertiger LED-Leuchten wie der von item erfolgt eine Aufwertung der industriellen Arbeitsplätze. Die ideale und ergonomisch durchdachte Ausleuchtung ermöglicht eine große Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter aufgrund einer Steigerung ihrer Konzentrationsfähigkeit. Ermüdungserscheinungen und andere Gesundheitsbeschwerden bleiben aus und Fehlerquoten sinken. Sind optimale Voraussetzungen für ein schnelles und fehlerfreies Erkennen von Bildschirmanzeigen oder das Durchführen komplexer Montagearbeiten gegeben, verringern sich Prozesszeiten und die Produktivität steigt.

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