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Ein Aktuator, dagegen, verbraucht tatsächlich nur dann elektrische Energie, wenn die Bewegung ausgeführt wird. Die Ruheposition wird durch die Selbsthemmung der Spindelkonstruktion ohne zusätzlichen Energieverbrauch gehalten. Damit erzeugt ein direkter Antrieb, wie er im Linearaktuator realisiert ist, aus einer geringeren Antriebsleistung dieselbe oder gar eine höhere Arbeitsleistung.
Für den Anwender bedeutet das: mehr Leistung mit weniger Kraftstoff, und damit eine deutlich höhere Wirtschaftlichkeit seiner Maschine. Hakan Persson, Produktmanager für Linearaktuatoren bei Thomson ist von der elektrischen Alternative überzeugt: „Mit einer Umstellung auf elektrische Linearantriebe lassen sich erhebliche Steigerungen der Maschinenleistung bei gleichzeitiger Kostensenkung erzielen.“
Elektrische Antriebe lassen sich einfacher und komfortabler ansteuern
Weitere Vorteile, die für den Umstieg von der Hydraulik/Pneumatik auf Elektrozylinder sprechen, beziehen sich auf den Bereich Ergonomie, Sicherheit und Umweltschutz. So lassen sich die elektrischen Linearantriebe deutlich einfacher und komfortabler ansteuern: ein Kabel und ein beliebig gestaltbares Bedienelement genügen. Ebenso kann das Bedienelement an jede beliebige Stelle positioniert oder als Funkfernsteuerung ausgeführt werden.
Genauso lassen sich die Systeme über Standardprotokolle ohne zusätzlichen Programmieraufwand in automatische Steuerungen oder übergeordnete Leitsysteme einbinden. Darüber hinaus kann die Verstellbewegung stufenlos eingestellt werden, sodass innerhalb der Hublänge jede Position angefahren werden kann. Die Signale der integrierten Endschalter können nach außen geführt und problemlos in den Regelkreis einer übergeordneten Steuerung integriert werden.
Im Unterschied dazu müssen bei hydraulischen genauso wie bei pneumatischen Systemen solche Lagerückmeldungen extern realisiert werden. Das bedeutet, dass die Elektronik mehr oder weniger ungeschützt den Umgebungsbedingungen ausgesetzt ist und damit sowohl der Wartungsaufwand als auch die Störanfälligkeit dieser Systeme steigen.
Elektrische Linearaktuatoren arbeiten leiser als Druckluftsysteme
Auch die deutlich geringere Geräuschentwicklung des elektrischen Systems wirkt sich positiv auf die gesamten Maschine aus. Die hohe Geräuschentwicklung, die von den Kompressoren ausgeht, aber auch vom Puffermedium, und hier im Besonderen in Druckluftsystemen, ist an modernen Arbeitsplätzen nicht mehr tolerierbar und muss aufwändig durch schalldämmenden Vorrichtungen minimiert werden.
Hinzu kommt das vergleichsweise hohe Risiko einer Kontaminierung der Umgebung durch Auslaufen der Hydraulikflüssigkeit oder durch austretende Druckluft, die häufig einen gesundheitsschädlichen Schmierölnebel mit sich führt. Auch hier müssen entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, um Mensch, Gerät und Umwelt gegen diese Gefahren zu schützen. Bei elektrischen Linearaktuatoren können diese Maßnahmen komplett entfallen, was sich sowohl kosten- als auch platzsparend für die Hersteller sowie Anwender der Maschinen auswirkt.
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