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ASEAN-Wirtschaftsgemeinschaft

Malaysia positioniert sich als Drehkreuz Asiens

| Autor/ Redakteur: Manik Mehta / Robert Horn

Die Gründung der ASEAN-Wirtschaftsgmeinschaft Ende 2015 im Südostasien-Raum bietet Chancen für ausländische Lieferanten im Bereich Maschinen- und Anlagenbau. Der Riesenmarkt mit 600 Mio. Verbrauchern bietet großes Geschäftspotential.

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Mitte des Jahres tagte in Frankfurt ein „runder Tisch“ über Investitionschancen für deutsche Unternehmen in Malaysia im Bereich Maschinen- und Anlagenbau.
Mitte des Jahres tagte in Frankfurt ein „runder Tisch“ über Investitionschancen für deutsche Unternehmen in Malaysia im Bereich Maschinen- und Anlagenbau.
(Bild: Mehta)

Auch schon vor der angestrebten Integration Ende 2015 war die Gruppe der südostasiatischen Staaten (Asean) ein interessanter Markt für ausländische Lieferanten. Die aus zehn Mitgliedsstaaten bestehende Asean – Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam – wird zunehmend als eine Option zu den beiden großen Märkten China und Indien betrachtet. Malaysia übt dabei eine starke Anziehungskraft für ausländische Unternehmen aus, die in dem zentral gelegenen Land einen Produktions- und Verteilungsmittelpunkt aufbauen wollen.

Mit der Gründung der Gemeinschaft Asean EC (AEC) wollen deren Mitgliedsstaaten einen gemeinschaftlichen Handelsmarkt nach dem EU-Modell für die Asean-Region schaffen. Die AEC wird nach Meinung von Experten dem Wirtschaftswachstum der Asean-Region zusätzlichen Auftrieb verleihen und einen Markt mit 600 Mio. Verbrauchern zusammenführen.

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Die AEC, die unter anderem einen gemeinschaftlichen Markt für den Handel sowie die vollständige Integration in die Weltwirtschaft anstrebt, soll einen Wirtschaftsblock bilden und der Asean-Region dazu verhelfen, im Vergleich zu anderen Schwellenmärkten überdurchschnittliche risikoadjustierte Erträge für Anleger zu erwirtschaften. Das Land Malaysia will sich in diesem Prozess strategisch positionieren und zum regionalen Zentrum für Produktion und Güterverteilung im Maschinenbau entwickeln.

Fokus auf den Maschinen- und Anlagenbau

Im Gespräch mit MM MaschinenMarkt erklärte S. Sivasuriyamoorthy, der Direktor des malaysischen Investitionsförderungsbüros (Malaysian Investment Development Agency: Mida), deutsche Maschinenhersteller könnten Malaysia als Sprungbrett nutzen, um auf den AEC-Markt vorzudringen. Die Branche biete gute Wachstumschancen, vor allem bei hochwertigen und anspruchsvollen Maschinen und Ausstattungen. Wie aus dem 11. Malaysischen Industrieplan hervorgehe, habe die malaysische Regierung den Maschinen- und Anlagenbau als eine der katalytischen Industrien mit hohem Wachstumspotenzial identifiziert.

Nach Projektionen der Mida wird die Verarbeitungsindustrie bis 2020 insgesamt um 5,1 % wachsen und etwa 22,5 % zum Bruttosozialprodukt sowie 18,2 % der Gesamtbeschäftigung beitragen.

Dieser Übergang werde durch erhöhte Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie durch nachhaltige Produktionspraktiken und die Beachtung der internationalen Standards unterstützt. „Malaysia bietet gute Investitionsmöglichkeiten im Maschinen- und Anlagenbau. Gefragt sind vor allem Maschinen für spezialisierte Produktionen und Anwendungen, zum Beispiel im Öl- und Gasbereich oder im Elektrik- und Elektronikbereich, medizinische Geräte, Photovoltaik, Automobil, Verpackung, Kunststoffinjektion oder Extruder“, so Sivasuriyamoorthy.

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