Werkzeuge für Automotive Mapal Dr. Kress KG

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Für die Automobilindustrie erarbeitet Mapal präzise Werkzeuglösungen. Auch für die Elektromobilität stellt Mapal serienreife Komplett­lösungen vor.

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Das Glockenwerkzeug von Mapal zur hochpräzisen Finishbearbeitung des Außendurchmessers der dünnwandigen topfförmigen Statorgehäuse.
Das Glockenwerkzeug von Mapal zur hochpräzisen Finishbearbeitung des Außendurchmessers der dünnwandigen topfförmigen Statorgehäuse.
(Bild: Mapal)

Welche Anforderungen stellt die Branche an Werkzeughersteller?

  • Die Branche fordert nicht nur einen Werkzeuglieferanten, sondern einen Technologiepartner, der sich mit tiefem Prozessverständnis und Know-How einbringt. Dazu gehört, dass man die grundsätzlichen Funktionen der Bauteile und die Anforderungen kennt, die sich daraus ableiten.
  • Auf dieser Basis erarbeitet Mapal Werkzeuglösungen, die Präzision, konstante Qualität und hohe Produktivität garantieren. Neben der Technologie braucht es auch Services rund um den Zerspanungsprozess, die auf globalem Niveau geboten werden müssen.
  • Diese Technologiepartnerschaft eines Werkzeugherstellers steht aktuell umso mehr im Mittelpunkt, als die Automobilbranche vor dem größten Wandel seiner Geschichte hin zur elektrifizierten Mobilität steht.
  • Für die neuen, herausfordernden Bauteile im elektrischen Antriebsstrang braucht es innovative Werkzeuglösungen, um die anstehende Skalierung in die Großserien zu schaffen.
  • Mapal hat sich mit diesen neuen Bauteilen schon früh beschäftigt und hat Lösungen entwickelt, um diesen Weg als Technologiepartner aktiv mitzugehen.

Welche Anforderungen werden konkret an Werkzeuge gestellt?

  • Grundvoraussetzung ist die prozesssichere, einwandfreie und effektive Funktion der Werkzeuge, die einen Bearbeitungsprozess anhand der definierten Cost per Part ermöglichen.
  • Dabei spielen besonders über die gesamte Standzeit konstante Bearbeitungsergebnisse hinsichtlich der geforderten Geometrie und Oberfläche des Bauteils eine Rolle.
  • Während des Produktlebenszyklus‘ sind stetige Steigerungen der Performance von Werkzeugen gefragt, sei es durch Verbesserungen der Standzeiten oder durch Werkzeugkombinationen, die Werkzeugwechsel einsparen.
  • Hinzu kommen Anforderungen an das Handling der Werkzeuge, das einfach und möglichst „Fool-Proof“ sein muss.
  • Auch die Digitalisierung der Prozesse stellt weitere Anforderungen an die Werkzeuge. So gewährleisten beispielsweise die Integration von Chips und/oder maschinenlesbaren Beschriftungen (DMC) eine eindeutige Identifikation und Serialisierung – die Basis für absolute Transparenz in den Prozessen.

Wo sind Sie besonders stark vertreten?

Die DNA von Mapal liegt in der Feinbearbeitung von Bauteilen, und so sind sie da besonders stark vertreten, wo es auf hohe Präzision von Bohrungen oder anderen Funktionsflächen ankommt.

Zylinderkopf und -block, Getriebe- und Lenkgehäuse sowie Pleuel und homokinetische Gelenke

  • Im Prinzip ist Mapal überall zu Hause, wo Präzision hochproduktiv hergestellt werden soll.
  • Insofern schließt sich der Kreis zu den neuen Bauteilen der E-Mobilität, wo beispielsweise im Bereich des Motorgehäuses sehr hohe Genauigkeiten gefordert sind.

Weitere Anwendungen?

Mapal hat sich früh und intensiv mit den Bauteilen für den Elektromotor beschäftigt. So stehen heute für die Kunden durchgängige Prozesse für die Bearbeitung der verschiedenen Ausprägungen des Statorgehäuses zur Verfügung.

Statorgehäuse

  • Die dünnwandigen Bauteile weisen einen großen Durchmesser auf und müssen außen wie auch innen hochpräzise bearbeitet werden.
  • Ganz neu hat Mapal dafür den kompletten Bearbeitungsprozess für topfförmige Stator­gehäuse erarbeitet.
  • Für die Innenbearbeitung empfiehlt Mapal eine dreistufige Bearbeitungslösung. Eine Neuentwicklung ist ein Glockenwerkzeug in Leichtbauweise für die prozesssichere Finishbearbeitung des Außendurchmessers.
  • Es ist mit Schneidplatten und Führungsleisten versehen und weist an strategischen Stellen Stege auf, um möglichst viel Gewicht zu sparen und durch große Öffnungen die Späne abführen zu können. So erfüllt Mapal die hohen Anforderungen an Rundheit und Genauigkeit.

Homokinetische Gelenke

  • Die Kugelbahnfräser mit HFS- Schnittstelle sind in der Hartbearbeitung der Kugellaufbahnen sehr erfolgreich. Dabei werden die Werkzeuge ganz dezidiert auf die jeweilige Kundenanforderung zugeschnitten, um auf Basis der Materialspezifikationen die Toleranzen optimal zu erreichen.
  • Das Wechselkopfsystem reduziert dabei das Verschleißteil auf den Wechselkopf, die sehr präzise Trennstelle ermöglicht prozesssicher hohe Vorschubgeschwindigkeiten bei einfachem Handling.

Beliebte Werkzeuge

  • Klassische Feinbohrwerkzeuge stellen engste Toleranzen prozesssicher her.
  • Die Werkzeuge überzeugen durch die µm-genaue Einstellbarkeit der Wendeschneidplatten, Führungsleisten am Werkzeugumfang und die flexible Anwendung des Mapal-Prinzips für verschiedenste Sonderwerkzeuge.
  • Im Bereich Fräsen ist Mapal mit einem durchgängigen Produktprogramm sehr breit aufgestellt und kann sämtliche Marktanforderungen bedienen. Dabei stehen Vollhartmetall-Schaftfräser ebenso zur Verfügung wie Fräser mit PKD- und ISO-Wendeschneidplatten.
  • Das radiale Standardfräsprogramm Neo Mill mit seinen Plan-, Eck-, Nut-, Walzenstirn- und Hochvorschubfräsern steht für höchste Produktivität und Wirtschaftlichkeit insbesondere in der Serienfertigung.
  • Als Innovation ist der bereits oben erwähnte Bearbeitungsprozess für topfförmige Statorgehäuse für Bearbeitungszentren zu nennen. Glockenförmig ausgeführte Leichtbauwerkzeuge bearbeiten die großen Außendurchmesser der Statorträger prozesssicher: Die effektive Schruppbearbeitung wird ergänzt um die Finishbearbeitung mit dem bewährten Feinbohrsystem mit Führungsleisten und µm-genau justierbaren Feinbohrschneiden. Aufwendige Leichtbaustrukturen und speziell berechnete Spanraumgeometrien ermöglichen nun die Bearbeitung dieser Komponenten aus dem Bereich „New Mobility“ auf Bearbeitungszentren.

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