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Produktpiraterie Marken- und Produktpiraterie systematisch verfolgen

| Autor / Redakteur: Hans Joachim Fuchs / Claudia Otto

Die Wilo SE mit Hauptsitz in Dortmund ist einer der weltweit führenden Hersteller von Pumpen und Pumpensystemen für die Heizungs-, Kälte- und Klimatechnik, die Wasserversorgung, sowie

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Bild 1: Durch vernetzte Maßnahmen entstehen Synergieeffekte bei der Bekämpfung der Marken- und Produktpiraterie. Bild: Chinabrand Consulting
Bild 1: Durch vernetzte Maßnahmen entstehen Synergieeffekte bei der Bekämpfung der Marken- und Produktpiraterie. Bild: Chinabrand Consulting
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Wilo SE mit Hauptsitz in Dortmund ist einer der weltweit führenden Hersteller von Pumpen und Pumpensystemen für die Heizungs-, Kälte- und Klimatechnik, die Wasserversorgung, sowie die Abwasserbehandlung und -entsorgung. Das Unternehmen verfolgt die Fälscher seiner Pumpen konsequent, zum Schutz seiner Marke aber vor allem, um das dem Kunden gegebene Qualitätsversprechen einhalten zu können.

Kampf gegen Produktpiraterie schützt die Marke

Dem Unternehmen geht es bei der Bekämpfung der Produkt- und Markenpiraterie um Vertrauenssicherung und Konsumentenschutz. Denn fast alle Fälschungen unterliegen einem erhöhten Verschleiß und können die deutschen Sicherheitsstandards, denen alle Wilo-Produkte unterliegen, nicht erfüllen.

Das Unternehmen geht gegen Fälschungen systematisch, kontinuierlich und in der Breite vor. Es schützt seine renommierte Marke weltweit durch ein strategisch untermauertes System abgestimmter Maßnahmen, die sich gegenseitig in der Wirkung verstärken (Bild 1). Dadurch baut das Unternehmen Druck auf und erhält ihn aufrecht.

Kampf gegen Produktpiraterie setzt in China an

Der Hersteller setzt grundsätzlich an der Quelle an – in China. Das Ziel ist, sich vom Ende der Lieferketten zu den Herstellern der Fälschungen vorzuarbeiten und deren Aktivitäten auf Dauer zu unterbinden. Bislang konnten durch Beobachten des Marktes und Ermittlungen vor Ort etwa 30 relevante Kopierer identifiziert werden (Bild 2). Sie wurden nach den Risikokategorien „Aggressivität“ und „Schadenspotenzial“ klassifiziert und werden mit unterschiedlichen Prioritäten angegangen.

Da das deutsche Unternehmen auch in China als Premiumanbieter bekannt ist, kopieren die Fälscher die Marke. Sie bringen sich mit dem Originalhersteller in Verbindung oder versuchen, bei den Abnehmern den Eindruck zu erwecken, Wilo-Pumpen anzubieten oder ein Wilo-Partner zu sein.

Produktpiraten registrieren stark ähnelnde Marken

Chinesische Hersteller bringen optisch identische oder stark ähnelnde Pumpen unter Markennahmen wie Xinwilo (neue Wilo), Chaowilo (Super-Wilo) oder Wigo auf den Markt. Oft wird auch versucht, vor dem Chinesischen Markenamt stark ähnelnde Marken wie Vilo zu registrieren.

Im Internet trat zum Beispiel Wile optisch täuschend ähnlich als vermeintliche Niederlassung des deutschen Originalherstellers in Shanghai auf. Ein chinesischer Pumpenhersteller ging sogar soweit, sich öffentlich als deutsch-chinesisches Joint-Venture mit der Wilo SE auszugeben.

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