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Studie

Maschinenbau setzt auf 5G-Schnittstellen

| Redakteur: Melanie Krauß

Mit einer großen Mehrheit von 69 % planen Maschinen- und Anlagenbauer, ihre Produkte mit einer 5G-Schnittstelle auszurüsten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen VDMA-Umfrage unter den Mitgliedern.

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Jedes dritte Maschinenbauunternehmen plant laut VDMA, ein Campusnetz einzuführen.
Jedes dritte Maschinenbauunternehmen plant laut VDMA, ein Campusnetz einzuführen.
(Bild: ©blackboard - stock.adobe.com)

35 % der Befragten planen der VDMA-Umfrage zufolge, ein Campusnetz einzuführen. Weitere 21 % sind dabei noch unentschlossen. Bislang plant nur ein geringer Anteil, autonome Campusnetze mit eigener 5G-Infrastruktur aufzubauen. Gut die Hälfte der Befragten plant dies in Zusammenarbeit mit nationalen Netzbetreibern.

Von 5G erwarten die Unternehmen, dass die Flexibilität in der Produktion und die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte durch ihre intelligente Vernetzung und drahtlose Kommunikationsfähigkeit in Echtzeit gesteigert werden können. Damit 5G-Projekte in die Realität umgesetzt werden können, fordert der VDMA eine baldige Eröffnung der Frequenzvergabe, welche schnell, einfach und unbürokratisch geregelt sein sollte.

Der VDMA bedauert, dass eine schnelle Eröffnung der Frequenzvergabe als unwahrscheinlich gelte, da das Finanzministerium die fünffache Gebühr im Vergleich zum bisherigen Entwurf der Gebührenordnung von der Bundesnetzagentur fordere. „Es wäre ein Treppenwitz, wenn die Bundesregierung unseren mühsam erarbeiteten zeitlichen Vorsprung über dieser Frage vertändelt. In Zeiten des digitalen Wandels braucht Deutschland auch eine ‚echtzeitfähige‘ Politik“, fordert Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA. „Die Befragung unserer Mitglieder zeigt, dass der Maschinen- und Anlagenbau bereit ist, in 5G zu investieren. Aber ohne Kostenrahmen fällt die Projektierung schwer.“

Der Streit zwischen den Ressorts müsse schnell beigelegt werden – zugunsten des bisherigen Gebührenordnungsentwurfs. „Die Gebührengestaltung darf nicht dazu führen, dass eine Eintrittsbarriere in 5G für den innovativen Mittelstand errichtet wird, welche die Innovationskraft hiesiger Wertschöpfungsketten und den Standort Deutschland hemmen würde“, betont Rauen.

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