Maßkontrolle
Sensor erfasst Volumen im Materialfluss. Die automatische Identifikation ist seit langem nicht mehr aus dem Materialfluss wegzudenken. Wir haben mittlerweile alle den Einsatz des Barcodes oder...
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Sensor erfasst Volumen im MaterialflussDie automatische Identifikation ist seit langem nicht mehr aus dem Materialfluss wegzudenken. Wir haben mittlerweile alle den Einsatz des Barcodes oder alternativer Möglichkeiten im Materialfluss kennen und wohl auch schätzen gelernt. Hinter der Kodierung unserer Materialien, Artikel oder Versandeinheiten können wir mit Hilfe der EDV unendlich viel Informationen über die Güter, die wir täglich bewegen, verstauen. Um die Transportflächen, beispielsweise auf Wechselbrücken oder in Containern, optimiert nutzen zu können wurde im EAN 128, auch als ,,Nummer der Versandeinheit" bekannt, ebenso wie im ,,Odette"-Label in eingeschränktem Maß auch eine Information über die Gebindeart und Größe eingebunden.Gerade jedoch die Versender von Paketgut kennen seit Jahren die Problematik des Umganges mit unterschiedlichen Packungsgrößen und somit mannigfaltigen Volumen. Diese Thematik ist auch bei der Beladung von Frachtcontainern für den Flugbetrieb zunehmend von Bedeutung. Diejenigen unter den Lesern, die in Frachtzentren von Großversendern, Frachtdienstleistern oder Flughäfen arbeiten, sind seit etwa acht Jahren mehr oder weniger mit dem Einsatz von stationären Barcodelesern (meist omnidirektional arbeitend) in Verbindung mit Volumenscannern vertraut. Fakturierung nach beanspruchtem FrachtraumDas wachsende Transportvolumen und die wachsenden Transportkosten sowie der Transportengpass auf Straßen und Schienen zwingen die Frachtführer dazu, nicht mehr nur nach Gewicht, sondern auch nach dem beanspruchten Frachtraum zu fakturieren. Auf der Gegenseite wollen die Versender möglichst viel Stückzahl auf die einzelnen Einheiten verteilen, um nicht für den Leerraum auf der Wechselbrücke oder in dem Container zu bezahlen.Hersteller von Förderanlagen waren ursprünglich auf einen einzigen Lieferanten angewiesen. Weitere Sensor-Anbieter haben sich mit eher mäßigem Erfolg, teilweise mit der Einstellung der Entwicklung/Weiterentwicklung derartiger Sensoren, an der Aufteilung des stetig wachsenden Marktes beteiligt.Erschwerend für die entsprechenden Geräte kommt der jeweilige Anspruch der Anwender hinzu. Die einfachste Anwendung ist dabei die Optimierung der Ladekapazitäten.Eine erweiterte Schwierigkeit stellte von jeher der Wunsch dar, Transportkosten nach dem benötigten Volumen zu berechnen. Dabei ist es unabdingbar, dass die Einheit aus Scanner und Volumensensor ein ,,eichfähiges" System darstellt, welches durch die PTB zugelassen wird. Dabei wird auch der Computer, auf dem die Daten angesammelt werden, in dieses System mit einbezogen.Seit geraumer Zeit ist die letztere Hürde noch um die Richtlinien der ,,Organisation Internationale de Métrologie Légale" in der OIML R 129 erweitert worden.Mit einem besonderen Sensor, dem SVS 16 der IDM, der ursprünglich ausschließlich für die Erfassung von Schüttgut im Außenbetrieb entwickelt worden ist, bietet sich nun eine extrem robuste Alternative zu einem äußerst konkurrenzfähigen Preis.Der SVS 16 eignet sich außer zum Erfassen des Volumens eines Regelkörpers auch zur Volumenermittlung von offenen Gütern oder Schüttgut. Derzeit wird an der Entwicklung weiterer Varianten gearbeitet, die sich auch zur Volumenerfassung unregelmäßiger Festkörper eignen.Auf der technischen Seite zeichnet den SVS 16 der Aufbau als Gerät ohne bewegliche Bauteile aus. Ferner wird er mit seinem ersten Eindruck, den er vermittelt, dem Anspruch gerecht, für den Außeneinsatz konzipiert worden zu sein. Das Gehäuse aus massivem Aluminium-Profil ist nach IP 65 geschützt und das Gerät ist für den Betrieb von -10 bis 65 °C ausgelegt. Für komplexere Aufgaben können mehrere Sensoren über den integrierten CAN-Bus-Anschluss kaskadiert werden.Den Kundenansprüchen genügen die technischen Daten des Gerätes für nahezu sämtliche Anwendungen.Die Volumenmessung basiert auf einer Genauigkeit im Höhenprofil, relativ zum jeweils referenzierten Fördersystem, von ±0,5 mm.Die daraus resultierende Genauigkeit des Volumens von Schüttgut liegt bei etwa ±1,5% und auf Regelkörper bei zirka ±0,5%. Zur Veranschaulichung sind nachstehend einige Fallbeispiele dargestellt, die die Anwendung des SVS 16 in der Praxis darstellen.Die ursprüngliche Aufgabe, die die IDM zur Entwicklung des SVS-16-Sensors veranlasste, war die Ermittlung von Materialvolumen, die aus einer Brecheranlage auf ein Förderband ausgetragen werden. Die Randbedingungen waren dabei alles andere als einfach. - Der Brecher steht in nahezu allen Fällen im Freien und wird bei jeder Witterung betrieben. Daraus konstatiert, dass Nebel, Regen und gleißendes Sonnenlicht keinen Einfluss auf den Sensor haben dürfen.- Erschwerend kommt hinzu, dass das gebrochene Material sowohl beim Brechen als auch beim Verbringen auf das Förderband eine enorme Staubentwicklung zu eigen hat, die das Messergebnis nicht beeinflussen darf.Flachlagekontrolle bei PapierbahnenDer Einsatzbereich Flachlagekontrolle geht auf Erfahrungen bei einem Anlagenbauer zurück. Das Hauptprodukt dieses Anlagenspezialisten, V.I.B. Apparatebau GmbH, ist die Rückbefeuchtung und Trocknung von Papierbahnen. Im Zuge der Erweiterung des Geschäftes hat man sich dort vor über 13 Jahren damit beschäftigt, in der Produktion von Kartonagen regulierend auf die Flachlage oder die Abweichungen von der Flachlage einzugreifen. Dazu wurde manuell, rein nach Gefühl und Augenmaß, fein reguliert Wasser aufgetragen, um das so genannte Warp-Problem zu mindern.Es gab früher keinen Sensor zur Feststellung der Abweichung, der eine automatische Regelung ermöglichte. Ersten Tests in einer Kartonfabrik führten dazu, dass sich der SVS 16 auch in dieser Anwendung etabliert hat. Mit dem Wissen aus diesem Einsatzfall ließen sich auch andere Einsatzgebiete ermitteln.Im Walzwerk, so der Hinweis, sind ebenfalls Warp-Probleme bekannt, die im Fall eines Bahnabrisses zu teuren Stillständen und Reparaturen führen können. Um diese Abrisse zu verhindern, kann man mit dem SVS 16 die Flachlage überwachen und aktiv eingreifen.Ein weiterer Anwendungsbereich ist das Marktsegment Pakete. Die IDM GmbH hat den Sensor SVS 16 auf entsprechenden Messen als Alternative zu existierenden ,,eichfähigen" Volumenscannern präsentiert und dieses Marktsegment aktiv bearbeitet. Erste Erfolge waren dann auch recht schnell in der reinen Optimierung von Transportvolumen zu verzeichnen. Die allgemeine Resonanz ist so hoch, dass IDM sich aktuell damit befasst, die Richtlinien der ,,Organisation Internationale de Métrologie Légale" (OIML R 129) zu erfüllen, was aus heutiger Sicht kein Problem zu sein scheint.In einem stetig wachsenden Markt für Volumen-Erkennungssysteme unterschiedlichster Anwendungen hat sich das überschaubare Angebot um ein robustes im Außeneinsatz verwendbares Produkt erweitert. Der Bedarf für derartige Systeme lässt allen Anbietern genügend Spielraum für stetiges Wachstum mit einem für den Anwender tragbaren Kosten-Nutzen-Verhältnis.Nicht zuletzt zeigt das Beispiel dieses Sensors beziehungsweise des betreffenden Marktsegmentes, dass die Sensorik einen enorm wachsenden überaus wichtigen Teilbereich in der Automatisierung, Qualitätsverbesserung und Vereinfachung der Arbeitsbedingungen darstellt.
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