Messprozesse Messergebnisse vergleichbar machen
Trotz genauer Auftragsbeschreibung und exakter Fertigung passen Zulieferteile nicht immer zusammen. Ein – aufwendiges – Gegenmittel: die 100%-Kontrolle. Weniger aufwendig ist das Prüfen und Zertifizieren des Messprozesses durch externe Experten.
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Es gibt kaum ein Werkstück, dessen Gestaltparameter mit heutigen Koordinatenmessgeräten (KMG) nicht messbar sind. Das Problem: Die Zunahme des Funktionsumfangs der Messmaschinen hat deren Möglichkeiten erweitert und auch ihre Handhabung komplexer gemacht. Mit der Konsequenz, dass selbst Messergebnisse, die mit demselben KMG an demselben Werkstück unter vergleichbaren Umgebungsbedingungen gewonnen werden, allein aufgrund der vielfältigen Einstellmöglichkeiten in der Messsoftware deutlich voneinander abweichen können. Die Vergleichbarkeit der Messergebnisse ist jedoch in der heutigen Industrieproduktion mit ihren immer enger werdenden Fertigungstoleranzen mittlerweile so wichtig wie die Genauigkeit. Ein erster Schritt hin zur Vergleichbarkeit der Messergebnisse ist es, die Einflüsse auf den Messprozess zu kennen.
Dass Temperatur, Schwingungen und Verunreinigungen Messergebnisse verfälschen können, ist weitgehend bekannt. Doch laut einer internen Studie von Zeiss beeinflussen diese Faktoren das Messergebnis nur zu einem kleinen Teil. Das Werkstück selbst, das Messgerät inklusive Taster und Aufspannvorrichtungen, das gewählte Messverfahren und nicht zuletzt der Bediener selbst haben einen sehr viel größeren Einfluss darauf, ob das Resultat der Messung richtig und reproduzierbar ist.
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