Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Maurer Magnetic

Messgerät spürt magnetische Stellen auf Bauteiloberflächen auf

| Redakteur: Udo Schnell

Das M-Test LL hilft beim Aufspüren von Restmagnetismus in Bauteilen.
Bildergalerie: 3 Bilder
Das M-Test LL hilft beim Aufspüren von Restmagnetismus in Bauteilen. (Bild: Maurer Magnetic)

Das Messgerät M-Test LL zeigt magnetische Stellen auf Bauteiloberflächen an. Wie der Hersteller angibt, eignet sich das Gerät zum Nachweis kleinster unerwünschter Magnetfelder, beispielsweise auf Wälzlagerrollen.

Messtechnik – us. Maurer Magnetic hat nach eigenen Angaben ein Messgerät speziell für Restmagnetimus entwickelt, das M-Test LL. Das Gerät von der Größe eines Taschenbuchs ist, so das Unternehmen, eine unentbehrliche Hilfe für Praktiker in der Industrie, um Magnetismus schnell und sicher zu identifizieren. Das Messgerät ist mit einer handgeführten Sonde zum Abtasten von Oberflächen ausgestattet. Die Indikator-LED an der Spitze der Sonde zeigt durch ihr Aufleuchten Magnetfelder bereits unter 2 A/cm an und erlaubt so ein einfaches und schnelles Aufspüren von magnetischen Stellen auf der Bauteiloberfläche.

Wie Maurer ausführt, können auch räumlich nur sehr kleine magnetisierte Bereiche auf der Bauteiloberfläche eine beträchtliche magnetische Anziehungskraft entwickeln und Metallpartikel so stark anhaften lassen, dass sie auch mit fortschrittlichen Reinigungsprozessen schwierig zu entfernen sind. Weil bei der Messsonde des M-Test LL der Abstand des Hall-Sensors zur Sondenoberfläche nur 0,5 mm beträgt, eignet sich dieses Gaussmeter auch zum Nachweis der Existenz solcher kleinster unerwünschter Magnetfelder, beispielsweise auf einzelnen Rollen eines Wälzlagers.

Feinpolige magnetische Strukturen im Material würden von handelsüblichen Messgeräten oft nicht entdeckt, könnten aber Ausgangspunkt für eine Re-Magnetisierung des gesamten Bauteils, zum Beispiel begünstigt durch Erschütterungen beim Transport, sein.

Magnetismus und die dadurch anhaftenden Partikel sorgen unter anderem dafür, dass Getriebeketten zerstört werden, Sinterteile nicht maßhaltig sind oder die Oberflächengüte von Beschichtungen leidet. Magnetisch induzierte Wirbelströme in bewegten Teilen wie Turbinen oder Wälzlagern können zu Lichtbogenüberschlägen und Lochfraß führen.

Mit dem M-Test LL werden Gleich- und Wechselstrommagnetfelder reproduzierbar gemessen, so Maurer weiter. Die Einheiten lassen sich über das farbige Touchscreen von Ampere pro Zentimeter (A/cm), in Gauss oder Milli-Tesla (mT) umstellen. Das Gerät speichere automatisch die hauptsächlich relevanten Maximalwerte sowie ihre Polarität. Das M-Test LL finde Verwendung in der Wareneingangskontrolle, in allen Bereichen der Fertigung aber auch im Labor.

Das Messgerät verfügt laut Maurer standardmäßig über einen Analog-Ausgang. Die optionale USB-Schnittstelle wird mit einer Auswertesoftware geliefert. Weiter erhalten Kunden auf Wunsch ein Kalibrier-Zertifikat und einen Referenzmagnet.

Außer der eigentlichen Magnetisierung wird, wie Maurer Magnetic ausführt, in einem Bauteil zusätzlich Magnetismus durch das Umgebungsfeld im Bauteil induziert. Eine Messung detektiere daher neben der eigentlichen Magnetisierung des Bauteils auch die Einflüsse aus dem Umgebungsfeld, dass durch das Bauteil geleitet wird. Diese Einflüsse könnten das Messergebnis signifikant verfälschen. Wirklich präzise Messungen könne es daher nur im magnetfeldfreien Raum geben. Die „Null-Gauss-Kammer“ von Maurer Magnetic schaffe solche Bedingungen und erlaube standortunabhängig reproduzierbare Messungen ohne Beeinflussung des Messergebnisses durch induzierte Umgebungsfelder.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44591483 / Messtechnik / Prüftechnik)

Themen-Newsletter Produktion abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Dossier Maschinensicherheit 2019

Funktionale Sicherheit in allen Facetten

Ohne geht's nicht: Maschinensicherheit steht bei Konstrukteuren und Entwicklern ganz oben auf der Prioritätenliste – Hier die spannendsten Artikel der letzten Monate rund um die Funktionale Sicherheit in einem Dossier zusammengefasst. lesen

Sonderausgabe elektrotechnik AUTOMATISIERUNG

Konstruktion & Integration von Industrierobotern

Der Roboter als Komponente und Joker: In der Sonderausgabe "Robotik & Automation" erhalten Sie Tipps, Tricks und Praxis-Insights für Konstruktion, Automation und Integration von Insutrierobotern. lesen