Suchen

Hannover Messe 2017 / Kamera für dieMetallindustrie bis 2000 °C

Metallschmelzen im Blick

| Redakteur: Udo Schnell

Eine Infrarotkamera für die Metallindustrie stellt Optris auf der Messe vor. Aufgrund des speziellen Wellenlängenbereiches ist der Messfehler reduziert.

Firmen zum Thema

Dr.-Ing. Ulrich Kienitz, Optris-Geschäftsführer: „Die Kamera ist ideal geeignet für Laserbearbeitungsprozesse.“
Dr.-Ing. Ulrich Kienitz, Optris-Geschäftsführer: „Die Kamera ist ideal geeignet für Laserbearbeitungsprozesse.“
(Bild: Schnell)

Pünktlich zur Hannover Messe stellt Optris wieder eine Neuheit vor, sagte Dr.-Ing. Ulrich Kienitz bei der Vorstellung der Infrarotkamera Optris PI 05M. Die neue Kamera hat einen durchgängigen Messbereich von 900 bis 2000 °C, bei einer Auflösung von 764 x 480 Pixeln. Mit einem Wellenlängenbereich 500 bis 540 nm ergänzt sie die Optris PI 1M (0,85 bis 1,1 µm), so Kienitz.

Reduzierte Messfehler bei unbekannten Emissionsgraden

Aufgrund des speziellen Spektralbereich minimiere sie Messfehler bei unbekannten oder sich verändernden Emissionsgraden. „Mit der PI 05M haben wir eine weitere kompakte Infrarotkamera für die weltweite Metallindustrie entwickelt, die speziell für die Temperaturmessung von Metallschmelzen bestens geeignet ist“, so Kienitz weiter.

Bildergalerie

Mit der Optris PI 05M könne man Oberflächen bis 2000 °C messen, und das durchgängig ab 900 °C. Wie Optris ausführt, kann mit einer Bildfrequenz von 1 kHz bei einer optischen Auflösung von 72 x 56 Pixel gemessen werden, wobei dieser Bereich über 4000 Pixeln frei positioniert werden kann. Zusätzlich gebe es auch einen direkten Echtzeit-Analog-Ausgang mit einer ebenfalls frei positionierbaren 8 x 8-Pixel-Region. Diese Möglichkeiten bieten eine optimale Anpassung an die jeweilige Anwendung.

Ideal für Laserbearbeitungsprozesse

Die Kamera misst IR-Strahlung im Spektralbereich zwischen 500 und 540 nm. Kienitz: „Die Kamera ist ideal geeignet für Laserbearbeitungsprozesse, weil Strahlung oberhalb 540 nm hervorragend geblockt wird.“ Die im Metallbereich üblichen Dioden-Laser im Bereich 900 bis 1030 nm oder der Nd:YAG-Laser bei 1064 nm haben somit keinen störenden Einfluss auf die Messung. Die Kamera könne dort problemlos ohne zusätzliche Filter arbeiten. Grundsätzlich hat diese kurzwellige Messung von Metalloberflächen den Vorteil, dass Messfehler bei unbekannten oder sich verändernden Emissionsgraden stark minimiert werden.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44660208)