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Ziel der GKD: Eine effiziente Druckluftversorgung
Zu diesem Zeitpunkt entstand der Plan, die Druckluftstation grundlegend zu erneuern. Andreas Decker, bei GKD verantwortlich für das Prozessmanagement, erklärt: „Ziel war eine zukunftssichere und effiziente Druckluftversorgung.“ Im Bieterwettbewerb wurden unterschiedliche Angebote eingereicht und die ebenfalls in Düren ansässige Firma Hydraulik & Pneumatik Service (HPS) konnte sich mit ihrem Konzept im Wettbewerb durchsetzen. Das Konzept, das realisiert wurde, sah eine zentrale Druckluftstation mit drei drehzahlgeregelten Schraubenverdichtern vor, die jeweils 13,5 m³/min Druckluft erzeugen. „Der reale Bedarf kann mit einer oder zwei Maschinen bereitgestellt werden, die dritte dient der Redundanz und der Zukunftsvorsorge“, erläutert Paul Oliver Peuster, Vertriebsleiter von HPS. Mit den drei öleingespritzten Kompressoren vom Typ „L 75 RS“ des Druckluftsystem-Herstellers Compair sparen Anwender Serviceaufwand und erzielen einen hohen Wirkungsgrad.
Kosten reduzieren durch den Einsatz von energiesparenden Elektromotoren
Die Verdichterstufe mit eigener Schraubengeometrie wird im Compair-Werk Simmern/Hunsrück gefertigt. Ihr besonderer Vorteil ist die effektive Kompression bei niedrigen Drehzahlen. Das reduziert die Energiekosten und erzeugt ein hohes Lebenszykluskosten-Niveau. Der Anwender kann auch durch den Einsatz von energiesparenden Elektromotoren Kosten reduzieren. Das drehzahlgeregelte Antriebssystem passt den erzeugten Volumenstrom präzise an das aktuelle Verbrauchsprofil an. Mit der Touchscreen-Steuerung „Delcos XL“ können alle Betriebsparameter auf einen Blick überwacht werden. Somit ist ein kontinuierlicher Abgleich von Bedarf und Liefermenge für alle drei Kompressoren möglich. Werksseitig ist in der Anlage eine Grundlastwechselschaltung eingebaut und über eine Busleitung mit den Slaves verbunden. Eine zusätzliche übergeordnete Kompressorensteuerung braucht der Betreiber daher nicht.
Kompakte Komponenten durch modulare Bauweise
Wird mehr Druckluft benötigt, als ein Kompressor liefern kann, schaltet sich automatisch der in der Rangfolge nachgeschaltete Kompressor zu. Die Anlagen laufen dann auf gleichem Drehzahlniveau.
Durch die modulare Bauweise der L-Baureihe sind alle Komponenten kompakt. Dieser Vorteil ist bei der Druckluftstation von GKD ein entscheidendes Kriterium. Denn bei der Suche nach dem optimalen Aufstellungsort gingen die Firmen HPS und GKD ungewohnte Wege.
Schlüsselfertige Containerlösung für Druckluft auf dem Werksdach
Im Werk selbst fand sich kein geeigneter Platz für die Druckluftstation. Die Konzeptionierer von HPS machten sich auf die Suche und wurden fündig: Und zwar auf dem Dach eines zentral gelegenen Werksgebäudes. Nachdem aus statischen Gründen nichts gegen die Platzierung auf dem Dach sprach, plante HPS eine Containerstation, in der neben den drei Verdichtern´ auch die Aufbereitung mit Kältetrocknern, Filterkombinationen und Kondensatableitungen sowie der Schaltschrank für die Stromunterverteilung Platz fanden. Der Container wurde komplett vormontiert, schlüsselfertig geliefert und von einem Mobilkran aufs Dach gesetzt. Direkt daneben ist der Speicherbehälter installiert.
Zur Kühlung von Metallgewebe wurde spezieller Kaltlufttrockner installiert
Damit war aber nur ein Teil – wenn auch der größte – der Modernisierungsarbeiten erledigt. Dipl-Ing. André Schumacher, als Fachberater im Außendienst bei HPS verantwortlich für die Betreuung von GKD, gibt an: „Es wurden rund 300 m Verrohrung erneuert, zwei Druckluftbehälter installiert sowie am vorhandenen Rohrleitungsnetz Leckagen geortet und beseitigt.“ Für einen der größeren Druckluftverbraucher wurde zudem eine neue Versorgungslösung geschaffen. „An einer Anlage, die Metallgewebe verschweißt, muss das umliegende Gewebe gekühlt werden, um den Wärmeeintrag zu begrenzen. Hier haben wir einen speziellen Kaltlufttrockner installiert“, erklärt Schumacher.
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