Droht der nächste Flop? Rheinmetall hat Angst um deutsch-französisches Panzer-Projekt

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Nach dem gescheiterten Kampfjet-Projekt FCAS befürchtet Rheinmetall nun auch das Aus für das ebenfalls deutsch-französische Panzervorhaben MGCS ...

Droht MGCS-Pleite? Der Leopard 2 ist in die Jahre gekommen (Bild). Auch der französische Kampfpanzer Leclerc hat bald ausgedient. Deshalb arbeiten Rheinmetall, KNDS und Thales an einem deutsch-französischen Nachfolger. Leider sieht es auch mit diesem Projekt nicht so gut aus ...(Bild:  Bundeswehr)
Droht MGCS-Pleite? Der Leopard 2 ist in die Jahre gekommen (Bild). Auch der französische Kampfpanzer Leclerc hat bald ausgedient. Deshalb arbeiten Rheinmetall, KNDS und Thales an einem deutsch-französischen Nachfolger. Leider sieht es auch mit diesem Projekt nicht so gut aus ...
(Bild: Bundeswehr)

Das auf Initiative der französischen und der deutschen Regierung begonnene Vorhaben „Main Ground Combat System“ (MGCS) zielt darauf ab, bis 2040 die bisherigen schweren Kampfpanzer Leopard 2 in Deutschland und den französischen Leclerc durch ein plattformübergreifendes Bodenkampfsystem zu ersetzen. Aber nach Informationen des Rheinmetall-Chefs Papperger plant Frankreich, das Budget für das Panzervorhaben MGCS drastisch einzudampfen. „Wir haben null Entscheidungen über das finale Budget“, merkt Papperger dazu an. Die Konsequenz wären Verzögerungen, denn wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller! Und man sei jetzt schon sehr langsam. Beteiligt sind also Rheinmetall und der französische Thales-Konzern sowie KNDS. Letzterer Partner war aus der Fusion des deutschen Panzerherstellers Krauss-Maffei-Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter hervorgegangen.

Immerhin gibt es panzertechnisch eine Zwischenlösung

Als Zwischenlösung bis zum Start des MGCS hatten die von deutscher Seite beteiligten Unternehmen Rheinmetall und KNDS Deutschland bereits die Entwicklung eines neuen Kampfpanzers angeschoben, der von der Militärfachpresse inoffiziell als Leopard 3 bezeichnet wird. Die ersten Exemplare sollen sogar schon Anfang der 2030er-Jahre in Dienst gestellt werden, während die Einsatzbereitschaft des MGCS-Panzers erst für zehn Jahre später erwartet wird. Das ist laut Papperger eine Wahnsinnszeit. Er könne heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben werde. Am Dienstag hatten Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach langen Querelen das Ende des milliardenschweren Kampfjet-Projekts FCAS (Future Combat Air Systems) verkündet. Die Unternehmen Dassault und Airbus konnten sich in den Verhandlungen darüber nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen. Das sei aber laut Experten ein generelles Hauptproblem bei europäischen Projekten dieser Art.

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