Rapid Tooling Mit 3D-Druck zu neuem Turbinenrad

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Durch das gemeinsame Engagement einiger deutscher und Schweizer Unternehmen ließ sich ein defektes Turbinenrad für ein Krankenhaus in Äthiopien mithilfe der 3D-Drucktechnologie schnell und unbürokratisch ersetzen.

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Einsetzen des 3D-gedruckten Kerns in die konventionelle Sandform.
Einsetzen des 3D-gedruckten Kerns in die konventionelle Sandform.
(Bild: Voxeljet)

Unter Federführung der Schweizer Firma Turbal, einem mittelständischen Familienunternehmen mit 50 Jahren Erfahrung im Turbinen- und Maschinenbau, stand die Neuanfertigung des Laufrades für die kleine Klinik im äthiopischen Walga auf dem Programm. Des Weiteren beteiligten sich der 3D-Druckspezialist Voxeljet Technology aus Augsburg, die auf Solar- und Wärmetechnik fokussierte Firma H. Lenz aus Niederuzwil sowie die Stahlgießerei Wolfensberger aus Bauma an dem Direkthilfeprojekt.

Das Problem: Die konventionelle Herstellung von Laufrädern ist aufgrund der manuellen Erstellung mehrerer Sandkernsegmente und der komplizierten Hinterschneidungen ein überaus aufwändiges, zeitintensives und teueres Unterfangen. Die innovative 3D-Drucktechnologie von Voxeljet bietet eine elegante, schnelle und zugleich überaus wirtschaftliche Lösung für solche Aufgabenstellungen. „Als wir von dem Problem erfuhren, entschlossen wir uns spontan zur Hilfe. Unsere 3D-Drucktechnologie ist für Fälle wie diese geradezu prädestiniert. Auf den modernen Druckanlagen in unserem Dienstleistungszentrum lassen sich Sandformen und Kerne für den Metallguss in erster Güte nach CAD-Daten selbst in Losgröße eins wirtschaftlich und werkzeuglos erstellen. Die Herstellung eines Sandkerns für das Laufrad ist bei uns reine Routine“, verrät Dr. Ingo Ederer, Geschäftsführer von Voxeljet technology.

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