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Elektromotoren

Mit ABB-Antrieben auf die Zugspitze

| Redakteur: Stefanie Michel

Die neue „Seilbahn Zugspitze“: Blick Richtung Gipfel.
Die neue „Seilbahn Zugspitze“: Blick Richtung Gipfel. (Bild: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG/fendstudios.com)

Im Dezember 2017 eröffnete die neue „Seilbahn Zugspitze“ – mit Antriebstechnik von ABB. Sie löst die über 50 Jahre alte Eibsee-Seilbahn ab und kann fast dreimal mehr Passagiere pro Stunde auf den Berg befördern.

Lange Warteschlangen zur Zugspitze sollen der Vergangenheit angehören, denn die am 21. Dezember 2017 eröffnete „Seilbahn Zugspitze“ wird mit rund 580 Personen pro Stunde fast dreimal mehr Passagiere auf den Berg befördern können als die alte Eibsee-Seilbahn.

Die mit ABB-Motoren betriebene Seilbahn stellt drei Weltrekorde auf:

  • sie hat die mit 127 m höchste Stahlstütze,
  • den mit 1950 m größten Höhenunterschied,
  • und die größte Spannweite von 3213 m von der Talstation bis zum Gipfel.

Für die Rekord-Seilbahn setzt die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG auf Technik von ABB und ihre mehr als 100-jährige Erfahrung mit alpinen Transportlösungen. „In der Schweiz fahren die meisten Seilbahnen und Sessellifte mit ABB-Motoren und Antrieben“, sagt Hans-Georg Krabbe, Vorstandsvorsitzender der ABB AG, Deutschland. „Wir freuen uns, dass wir jetzt auch in Deutschland an einem Projekt der Sonderklasse mitwirken konnten“.

Starkes Zwei-Motoren-Konzept

Die von der Bayerischen Zugspitzbahn definierten Vorgaben stellen höchste Herausforderungen dar: Die neue Bahn muss an 365 Tagen im Jahr bei Wind und Wetter reibungslos funktionieren. Um einen sicheren und komfortablen Transport zu gewährleisten, ist jederzeit ein perfektes Zusammenspiel von Motoren, Frequenzumrichtern und Mechanik unerlässlich.

Mehr Infos über die Seilbahn Zugspitze

Um die Gondeln mit einer Geschwindigkeit von 10,6 m pro Sekunde über die lange, teilweise bis zu 104 % (> 46°) steile Strecke zu ziehen, ist ein starker Antrieb nötig. Der kommt von zwei in der Talstation untergebrachten 900-kW-Drehstrommotoren von ABB.

„Selbst gestandene Ingenieure hat die Seilbahn zur Zugspitze zu Höchstleistungen getrieben“, sagt Ueli Spinner, Leiter Verkauf Großkunden und Service bei ABB AG, Schweiz. „Heute geht es bei Bergbahnen vor allem darum, die Technik in Sachen Energieeffizienz weiterzuentwickeln. Bei Beratung, Wartung und Service sind wir gefragter Partner von Seilbahnbetreibern.“

Technische Daten zur Seilbahn
  • Kabinen: 2 Kabinen für je 120 Personen + Fahrgastbegleiter
  • Geschwindigkeit der Kabinen: 10,6 m/s, bei Stützenüberfahrt 8,5 m/s
  • Tragseile: 2 Tragseile pro Kabine mit einem Durchmesser von 72 mm und einem Gewicht von je 153 t
  • Antrieb: in der Talstation ein Doppelantrieb (2 × 900 kW) mit zwei Antriebsscheiben
  • Höhendifferenz von Tal- zur Bergstation: 1945 m
  • Fahrtdauer: 10 Minuten
  • Anzahl Fahrten: 30 bis 25 Fahrten pro Tag beziehungsweise 10.500 bis 12.000 Fahrten pro Jahr

Auch für Notfälle ist mit Rettungseinrichtungen vorgesorgt: Sowohl der Not- als auch der Bergeantrieb sind mit Komponenten von ABB ausgestattet. Eine fast 2 MW starke Netzersatz-Anlage sorgt zudem dafür, dass die Seilbahn Zugspitze auch bei einem Netzausfall ohne Einschränkungen weiter in Betrieb bleibt.

W wie Wissen: Seilbahnbau der Rekorde (Video)

ABB-Technologie prägt die Alpen

Mit zahlreichen sicheren, zuverlässigen und energieeffizienten alpinen Transportlösungen hat sich ABB nach eigenen Angaben einen nachhaltigen Ruf erworben. Erst die von ABB stammende Elektrifizierung sorgte dafür, dass die 1912 in Betrieb genommene, weltberühmte Jungfraubahn realisiert werden konnte. Bis heute sorgt ABB-Technologie dafür, dass die 9 km lange Zahnradbahn Jahr für Jahr mehr als eine Million Passagiere – selbst bei heftigem Schneefall - sicher zum höchstgelegenen Bahnhof Europas auf das 3454 m hohe Jungfraujoch befördert.

Auch bei der jüngst eröffneten Stoos-Bahn im Schweizer Muotatal – die nunmehr steilste Standseilbahn der Welt mit einer Neigung von bis zu 110 % – sind ABB-Produkte mit von der Partie.

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