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Automatisierung erwartet Lebensdauer von zehn Jahren
Andy Walter, Niederlassungsleiter Karlsruhe der Macio GmbH in Kiel, nennt ein wichtiges Argument in Bezug auf tragbare Geräte: „Wenn eine Anwendung ganz oder teilweise auf handelsüblichen Handhelds oder Tablets verwendet werden soll, so müssen mindestens iOS und Android betrachtet werden.
Im Gegensatz zu den kurzlebigen Konsumentengeräten erwartet man in der Industrieautomatisierung aber eine Lebensdauer von über zehn Jahren.“ Bei Android und iOS kann man sich heute vorstellen, dass sie so lange leben, aber man weiß es eben nicht und die Popularität der Plattform in der Automatisierung hätte darauf auch keinen Einfluss.
Wird heute eine App für Android und iOS angeboten, kann es in drei, vier oder sieben Jahren erforderlich sein, eine Portierung auch auf Windows Phone, QNX/Blackberry, Bada, Meego oder etwas völlig anderes durchzuführen. Auf allen modernen Handheld-Geräten ist HTML 5 gut verwendbar und wird es nach Auffassung von Walter höchstwahrscheinlich auch viele Jahre bleiben: „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, mobile User-Interface-Anwendungen in HTML 5 umzusetzen. Wichtigstes Manko ist die hohe Abhängigkeit von einer stabilen Datenverbindung.“
HTML 5 noch nicht als Standard vom W3C verabschiedet
Die Kombination aus Plattformunabhängigkeit und guter Unterstützung für Hardwarebeschleuniger auf den meisten Standardplattformen ist laut Walter ein starker Vorteil dieser Technik: „Wichtigste Mankos sind die Abhängigkeit von einer stabilen Datenverbindung sowie das Sicherheitskonzept. Beides lässt sich mit HTML 5 zuverlässig darstellen, man muss sich aber damit sorgfältig auseinandersetzen, da die Plattform anders als beispielsweise Java keine fertige Lösung dafür mitbringt.“ Auch sollte man sich darüber im Klaren sein, so Walter, „dass der Standard noch nicht vom W3C verabschiedet wurde und daher eine Implementierung sorgfältig auf allen Plattformen getestet werden muss.“
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