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Mit autonomen Zellen die Durchlaufzeiten verkürzen

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Für GF Machining Solutions ist der Werkzeug- und Formenbau von großer Bedeutung. Das Unternehmen sieht sich als Komplettanbieter für diese Branche. Geschäftsführer Heiko Benz betont im Gespräch mit dem MM Maschinenmarkt, dass nur durch Automatisierung bei Losgröße 1 die Werkzeug- und Formenbauer wettbewerbsfähig bleiben können.

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„Die Herausforderung im Werkzeug- und Formenbau sehen wir darin, die Nebenzeiten zu reduzieren und die Durchlaufzeiten zu verkürzen”, sagt Heiko Benz, Geschäftsführer der GF Machining Solutions GmbH.
„Die Herausforderung im Werkzeug- und Formenbau sehen wir darin, die Nebenzeiten zu reduzieren und die Durchlaufzeiten zu verkürzen”, sagt Heiko Benz, Geschäftsführer der GF Machining Solutions GmbH.
(Bild: Kroh)

Herr Benz, der Werkzeug- und Formenbau ist für GF Machining Solutions eine wichtige Kundenbranche. Welche Bedeutung hat dieses Segment für ihr Geschäft?

Der Werkzeug- und Formenbau hat einen sehr hohen Stellenwert für uns und macht etwa zwei Drittel von unserem Gesamtgeschäft aus. Mit Maschinen zur Funken- und Senkerosion sowie zum HSC-Fräsen, bis hin zu unserer ergänzenden Technologie, der Lasertexturierung zum Strukturieren von Oberflächen, sehen wir uns als Komplettanbieter für diese Branche.

Seit wann beschäftigen Sie sich mit der Lasertexturierung?

Wir sind im Jahr 2009 in diese Technik eingestiegen und haben das Geschäft seither kontinuierlich weiterentwickelt. Anfangs haben wir vor allem Anbieter von chemischen Ätzverfahren für die Lasertexturierung gewinnen können, inzwischen setzen auch Werkzeug- und Formenbauer diesen sauberen und energieeffizienten Prozess direkt ein. In den vergangenen Jahren konnten wir hier jeweils zweistellige Wachstumsraten erzielen.

Welche Anforderungen stellt der Werkzeug- und Formenbau an einen Maschinenhersteller?

Die Grundanforderung ist hohe Präzision. Das gilt vor allem in Deutschland, weil hier die komplexen Werkzeuge und Mehrfachformen hergestellt werden. Daher verkaufen wir an die deutschen Kunden auch überwiegend High-End-Anlagen. Die Herausforderung, die wir sehen, liegt darin, die Nebenzeiten zu reduzieren und die Durchlaufzeiten zu verkürzen. Das „Solutions“ in unserem Firmennamen steht daher auch ein Stück weit für Automation. Die beginnt bei integrierten Palettenwechselsystemen und reicht über Insellösungen bis hin zu komplett automatisierten Zellen mit Hartfräsen, Senkerodieren, integriertem Waschen und Messen. Wir reden dann von einer autonomen Fertigungszelle, die hohe Produktivität bei sehr guter Genauigkeit liefert. Unser Anspruch ist eine Wiederholgenauigkeit von 5 µm.

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