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Spannturmtechnik Mit dem 8-fach-Spannturm zu 30 Prozent höherer Produktivität

Redakteur: Peter Königsreuther

Hanse Spanntechnik hat bezüglich Spanntürme jetzt ein System geschaffen, das die mannlose Fertigung in der dritten Schicht unterstützt. So funktioniert's...

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Hanse Spanntechnik präsentiert einen Aluminiumspannturm im Durchmesser 450 mm. Er erlaubt eine deutlich höhere Auslastung von Bearbeitungszentren, heißt es. Hier mit acht Bauteilen auf vier Nullpunkt-Spannplatten.
Hanse Spanntechnik präsentiert einen Aluminiumspannturm im Durchmesser 450 mm. Er erlaubt eine deutlich höhere Auslastung von Bearbeitungszentren, heißt es. Hier mit acht Bauteilen auf vier Nullpunkt-Spannplatten.
(Bild: Hanse Spanntechnik)

Mit einem Spannturm und individuell adaptierbaren Spannplatten können bis zu 32 Werkstücke gleichzeitig zur Bearbeitung auf den Maschinentisch gebracht und damit zeitsparend bearbeitet werden, betont Hanse Spanntechnik.

Das neue Spannset der Lüneburger Spezialisten, bestehend aus Aluminiumturm, acht mechanischen Nullpunkt-Spannplatten, mehreren Zentrumsspannern und Mehrfachspannleisten, kann nach Aussage des Herstellers für Roh- und Fertigteile aus Aluminium, Stahl sowie Kunststoff eingesetzt werden. „Der Spannturm wurde speziell für eine Acura 85 von Hedelius angefertigt, kann aber auch für allen anderen Bearbeitungsmaschinen ausgelegt werden“, merkt Martin Schröder, Geschäftsführer von Hanse Spanntechnik, an.

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Die unproduktive Nachtzeit zur mannlosen Fertigungsphase werden lassen

Mit wenigen Handgriffen könne der 540 mm hohe Spannturm von acht auf 32 Teile umgerüstet werden. Dazu werden lediglich die Zentrumsspanner oder Mehrfachspannleisten auf den acht Nullpunktspannplatten angebracht. Mit nur einer stirnseitigen Spannschraube können die mechanischen Nullpunktspannplatten drei Spannbereiche pro Platte öffnen beziehungsweise schließen, heißt es dazu.

Ein komplett gerüsteter Turm könne die bisher häufig ungenutzte Nachtzeit zur produktiven dritten Schicht werden lassen und dabei vermeiden, das Personal um diese Zeit vor Ort sein müsse.

Je mehr Teile gleichzeitig gespannt sind, desto länger ist folglich die Maschinenlaufzeit.

Um die übrigen Stillstandzeiten weiter zu minimieren, können Zentrumsspanner und Mehrfachspannleisten bereits außerhalb der Maschine bestückt und nach erfolgtem Arbeitsgang innerhalb weniger Sekunden auf der Nullpunkt-Spannplatte gerüstet werden.

Verlängerte Gesamtlaufzeit erhöht die Zerspanungseffizienz

Gleichzeitig eröffnet der Spannturm dem Maschinenbediener ein interessante Möglichkeiten, weil die variablen Aufspannoptionen auch individuelle Programmierungen erlauben, so Hanse Spanntechnik. Durch die lange Gesamtlaufzeit der Maschine werde der gesamte Bearbeitungsprozess effektiver und mache dem Anwender mehr Zeit für weitere Aufgaben frei.

„Durch die Vielzahl an Teilen profitiert der Anwender von einer enorm hohen Spindellaufzeit und sehr kurzen Span-zu-Span-Zeiten“, erklärt Schröder zum Abschluss.

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