Virtuelle SPS Reale Vorteile durch virtuelle Automatisierung
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Einfache Skalierbarkeit, zentrales Management, effiziente Systempflege: das sind nur einige Vorteile virtueller Systeme. Solche Konzepte waren bislang der IT vorbehalten, doch sie können auch Aufgaben in der OT virtualisieren. Dass die Technik reif ist, auch anspruchsvolle Aufgaben in der Produktion zu übernehmen, zeigt ein Projekt bei Audi.
Virtuelle Systeme: das sind virtuelle Maschinen, also Rechner, die nur als Software existieren und auf einem Server gehostet werden, und virtualisierte Anwendungen, die unabhängig von Plattform oder Betriebssystem ausgeführt werden. Zu den wesentlichen Treibern für diese Entwicklung gehört, dass sich virtuelle Systeme deutlich einfacher skalieren und auch administrieren lassen: Einmal aufgesetzt, kann eine virtuelle Maschine einfach vervielfältigt werden. Alle Systeme werden dabei zentral verwaltet und gepflegt, was Updates vereinfacht. Vorhandene Ressourcen können effizient genutzt werden, zum Beispiel indem sich mehrere Instanzen eine Hardware teilen. Auch die IT-Security profitiert von der Trennung zwischen Hardware und Maschine oder Anwendung. Diesen Vorteilen stehen aber auch Nachteile gegenüber: Für die Virtualisierung muss ein Hypervisor als Abstraktionsschicht implementiert und Anwendungen in einer Sandbox isoliert werden. Daraus ergeben sich Performancenachteile, die allerdings angesichts der heute verfügbaren Rechenleistung kaum noch ins Gewicht fallen. Warum also nicht die Vorteile der Virtualisierung auch in der Operational Technology (OT) nutzen?
Eine virtuelle Steuerung für eine reale Produktion
Genau diese Frage gab bei Audi den Anstoß zu einem ambitionierten Projekt: eine komplett neue, softwarebasierte Infrastruktur zu schaffen, um IT und OT in der Produktion zusammenzuführen. Mit Edge Cloud 4 Production hat Audi dieses Prinzip auf die Produktion übertragen und die Shopfloor-Automatisierung revolutioniert. „Manche haben uns damals für verrückt erklärt“, erinnert sich Christian-Klaus Müller, Solution Architect Edge Cloud 4 Production bei Audi. Er beschreibt die Ausgangssituation, die in vielen Unternehmen ähnlich sein dürfte: „Wenn wir in die Produktion schauen, sehen wir Hunderte von Steuerungen.“
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