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Dr. BOY Mit der richtigen Schnecke zum sauberen PEEK-Implantat

| Redakteur: Peter Königsreuther

Beim Spritzgießen von Implantaten aus PEEK, die zum Fixieren bei Knochenbrüchen dienen, stellte ein französischer Hersteller Verunreinigungen fest. Im BOY-Technikum wurde das Problem analysiert und behoben.

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Das sind spritzgegossene PEEK-Implantate, die Knochenbrüche fixieren. Diese werden etwa von VBM gefertig, und müssen absolut sauber und frei von Verunreinigungen sein. Der Spritzgießmaschinenhersteller Dr. BOY konnte bei einem bestehenden Problem dieser Art mit der richitgen Plastifizierschnecke für Abhilfe sorgen, wie es heißt.
Das sind spritzgegossene PEEK-Implantate, die Knochenbrüche fixieren. Diese werden etwa von VBM gefertig, und müssen absolut sauber und frei von Verunreinigungen sein. Der Spritzgießmaschinenhersteller Dr. BOY konnte bei einem bestehenden Problem dieser Art mit der richitgen Plastifizierschnecke für Abhilfe sorgen, wie es heißt.
(Bild: BOY)

PEEK-Implantante, die der französische Orthopädieteile-Hersteller VBM Orthopedic Polymers gefertigt hat, wiesen eine Vielzahl von Black Spots auf und waren so nicht verwendbar, heißt es. „Deshalb benötigten wir die Unterstützung von BOY zur Lösung dieses Problems“, erinnert sich der VBM-Produktionsleiter Mathieu Vialette, Produktionsleiter bei VBM. Vialette hat sich deshalb, wie BOY berichtet, mit seinem Mitarbeiter und einem Anwendungstechniker des Materiallieferanten auf den Weg ins BOY-Technikum gemacht, um vor Ort die Verarbeitung von PEEK auf BOY-Spritzgießautomaten zu testen.

Fleckfreie Teile durch Sonderschnecke

Bei ihren eigenen Versuchen im französischen Malicorne wurde das PEEK zwar regelkonform verarbeitet, aber dennoch zeigten sich schwarze Flecken auf den gespritzten Implantaten, wie Vialette berichtet. Obwohl das Material mit medizintechnischer Zulassung nach Aussage des Lieferanten sehr unempfindlich gegen hohen Temperaturen sei, signalisierten die schwarzen Flecken dennoch eine deutliche Materialschädigung.

Im BOY-Technikum wurde daraufhin auf einer BOY XS mit 12 mm Standard-Plastifiziereinheit abgemustert, sagt BOY. Die Teile mit einem Schussgewicht von etwa 0,68 g waren, wie sich laut BOY gezeigt hat, auf Anhieb hochwertiger und fleckärmer, aber noch nicht vollkommen spotfrei. Der Wechsel auf eine Schnecke mit einer Sonderbeschichtung führte schließlich zum gewünschten Erfolg, heißt es. Diese Schnecke sei vor dem Test bei 400° C gereinigt worden. Anschließend konnten damit einwandfreie Teile produziert werden. Selbst nach Verweilzeittests, bei der, wie BOY erklärt, die Spritzgießmaschine für eine Zeitspanne von 15 min angehalten wird, und der Kunststoff quasi bewegungslos im Zylinder der Temperatur ausgesetzt war, zeigten sich danach keine Zersetzungserscheinungen oder Black Spots.

Problemlöser Praxistest

Mathieu Vialette und sein Mitarbeiter haben diese Testergebnissen im BOY-Technikum, wie es heißt, voll überzeugt, und der Kauf einer BOY 35 E mit kleiner Plastifiziereinheit sowie der besonders beschichteten Schnecke war unter Dach und Fach – quasi der „Lohn“ für die BOY-Anwendungstechnik. Diese Spezialisten hätten damit in ihrem Technikum erneut eine Abmusterung mit dem anschließenden Verkauf einer Spritzgießmaschine besiegeln können.

Michael Kleinebrahm, Leiter der Anwendungstechnik bei BOY, bringt es auf den Punkt: „Solche Abmusterungen, bei denen Kunden mit ihren Problemen bei der Verarbeitung unterschiedlichster Materialien zu uns kommen, sind an der Tagesordnung. Wir haben hier bei uns alle Möglichkeiten, das Problem zu lokalisieren und können den Anwendern fast immer einen Lösungsweg aufzeigen.“

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